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15 Mitglieder des Uno-Sicherheitsrates billigen Militäreinsatz in Zentralafrika

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New York, den 5.Dezember (AZERTAG). Die Situation in der Zentralafrikanischen Republik spitzt sich zu. Der Militäreinsatz in der Zentralafrikanischen Republik ist nun beschlossene Sache: Am Donnerstag billigte der Uno-Sicherheitsrat den ausgeweiteten Militäreinsatz. Die 15 Mitglieder des Gremiums sprachen sich in New York einstimmig für den Einsatz aus. Demnach sollen französische Truppen die Einsatzkräfte der Afrikanischen Union in dem Land unterstützen: Die MISCA-Truppen sollen die Sicherheit und Stabilität im Land wieder herstellen und die Zivilbevölkerung schützen. Später soll die MISCA womöglich in eine Uno-Blauhelm-Mission umgewandelt werden.

Unmittelbar vor der Entscheidung wurde die zentralafrikanische Hauptstadt Bangui von heftigen Gefechten erschüttert. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von mindestens 105, AFP von fast 80 Toten. Mehr als 50 Leichen seien in einer Moschee aufgereiht worden, weitere 25 Tote lagen in umliegenden Straßen. Die Toten in der Moschee wiesen laut der Meldung Wunden von Stich- und Schusswaffen auf.

In mehreren Stadtvierteln von Bangui waren am Donnerstagmorgen Schüsse automatischer Waffen und schwere Detonationen zu hören. Ein hochrangiger Offizier der Truppen der Afrikanischen Union in Zentralafrika (MISCA) sagte, es handele sich um Auseinandersetzungen zwischen Kämpfern des früheren Ex-Rebellenbündnisses Séléka, die inzwischen teilweise in die offiziellen Sicherheitskräfte eingegliedert wurden, und regierungsfeindlichen Milizen.

In der Zentralafrikanischen Republik herrschen Chaos und Gewalt, seit das mehrheitlich muslimische Rebellenbündnis Séléka im März den Präsidenten François Bozizé stürzte. Übergangspräsident Djotodia löste Séléka später auf, die Gewalt hält aber an. Die französischen Kräfte mussten reagieren. Rund 250 französische Soldaten hätten „sensible Punkte“ und die Sammelpunkte für in Bangui lebende Ausländer gesichert. Frankreich will in Kürze einen großangelegten Militäreinsatz mit 1200 Soldaten starten.

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