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265 Menschen sind während des Ausbruchs in Westafrika gestorben

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Baku, 7. Mai, AZERTAC

Bei einem Meningitis-Ausbruch in Niger sind mehr als 260 Menschen an den Folgen der Gehirnhautentzündung gestorben, Tausende sind erkrankt. Das ärmste Land der Welt hat nicht genügend Impfstoff, um die Bevölkerung zu schützen.

Insgesamt sind mehr als 3600 Menschen erkrankt, betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche. In Niger breiten sich bakterielle Meningitis-Erreger aus. Die von ihnen verursachte Hirnhautentzündung kann tödlich verlaufen.

265 Menschen sind während des Ausbruchs in Westafrika gestorben. Die Zahl der Infektionen und Todesfälle hat sich im Lauf der vergangenen zehn Tage mehr als verdoppelt.

Der Staat habe nur etwa halb so viel Impfstoff wie nötig, um die Epidemie zu stoppen, sagte Gesundheitsminister Mano Aghali am Mittwoch. Ziel der Regierung ist es, alle Kinder im Alter von 2 bis 15 Jahren zu immunisieren. Der Niger ist laut einem Uno-Entwicklungsindex das ärmste Land der Welt.

1,2 Millionen Impfdosen fehlen - In der Hauptstadt Niamey wurden in den vergangenen Tagen die weiterführenden Schulen bestreikt; die Schüler fordern Impfungen. Im vergangenen Monat hatte die Regierung zeitweise alle Schulen geschlossen, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.

Bereits im April hatte Niger um internationale Hilfe gebeten, um mehr Impfstoffe zu bekommen. Premierminister Brigi Rafini hatte im Staatsfernsehen erklärt, das Land brauche 1,2 Millionen Impfdosen.

Bei einer bakteriellen Meningitis infizieren die Krankheitserreger die dünne Haut, die Gehirn und Rückenmark umschließt. Mögliche Folgen: schwere Hirnschäden, Taubheit oder Epilepsie. Um solche Komplikationen zu verhindern, ist eine frühe Gabe von Antibiotika notwendig.

Es gibt verschiedene Bakterien, die die Hirnhautentzündung auslösen können. Impfungen müssen deshalb auf die vorherrschenden Erreger abgestimmt sein. Gefahr für Epidemien bergen vor allem Meningokokken (Neisseria meningitidis), die auch für den Ausbruch im Niger verantwortlich sind.

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