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842 Millionen Menschen weltweit leiden Hunger

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Baku, den 2. Oktober (AZERTAG). Die Lage hat sich leicht verbessert - dennoch bleibt sie katastrophal. 842 Millionen Menschen auf der ganzen Welt müssen einem aktuellen Uno-Bericht zufolge hungern. Vor allem im südlichen Afrika und in großen Teile Asiens kommt der Kampf gegen die Unterernährung kaum voran.

Trotz Fortschritten im Kampf gegen den Hunger leiden weltweit immer noch 842 Millionen Menschen an Nahrungsmangel und chronischer Unterernährung. Das stellt die Uno-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) in ihrem am Dienstag in Rom veröffentlichten jährlichen Bericht zum Hunger fest. Die Angaben beruhen auf Schätzungen der FAO für den Zeitraum von 2011 bis 2013.

Immerhin: Damit sind 26 Millionen Menschen weniger betroffen als noch im vorhergehenden Jahresbericht beschriebenen Zeitraum von 2010 bis 2012. Seit 1990 ging die Zahl der ständig hungernden Menschen sogar um 17 Prozent zurück. Jedoch leidet weiterhin etwa jeder siebte bis achte Mensch unter massiver Unterernährung.

Fast alle Hungernden leben dem Bericht zufolge in Entwicklungsländern. Zwar machten die besonders betroffenen Regionen im Kampf gegen Unterernährung insgesamt Fortschritte, um die von den Uno ausgegebenen Milleniumsziele zu erreichen. Jedoch seien die regionalen Unterschiede groß. Massive, sofortige Bemühungen sind geboten.

Kleinbauern unterstützen, Jobs auf dem Land schaffen - Kaum voran kommt der Kampf gegen den Hunger laut FAO in dem südlich der Sahara liegenden Teil Afrikas und in großen Teilen Asiens. Deutlich verringert werden konnte dagegen die geschätzte Zahl der Menschen, die in Ost- und Südostasien sowie in Lateinamerika nicht genug zu essen haben.

Die Politik könne auf vielfältige Weise helfen, konstatiert die Uno-Organisation. So müsse die Agrarproduktion vor allem durch Unterstützung der Kleinbauern verbessert werden. Wirtschaftswachstum könne die Einkommen erhöhen und Menschen ernähren, schreiben die Uno-Experten. Gerade in armen Ländern müsste es sich aber um ein anhaltendes Wachstum handeln, das breite Bevölkerungsschichten erreiche, um Hunger erfolgreich auszurotten. Vor allem in ländlichen Gegenden müssten Jobs geschaffen werden.

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