GESELLSCHAFT


Abschlachtung Zehntausender Großsäuger alarmiert Uno

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Baku, den 24. Juni (AZERTAG). Die Gier nach Elfenbein und anderem befeuert den illegalen Tierhandel, warnt die Uno. Allein vergangenes Jahr wurden in Afrika mehr als 20.000 Elefanten und tausend Nashörner getötet. Kann die Welt das Aussterben der Großsäuger verhindern?

Die Bekämpfung des illegalen Handels mit Wildtieren steht seit Montag auf der Agenda der ersten Sitzung der neu eingerichteten Umweltversammlung der Vereinten Nationen (Unea). Der Handel unter anderem mit Elfenbein und Nashörnern ist ein Riesengeschäft. Hauptverantwortlich sind internationale Banden.

„Es handelt sich um ein grenzüberschreitendes Netzwerk, das Geschäfte in vielfacher Milliardenhöhe macht“, sagte Achim Steiner, der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep), in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Er bezifferte den jährlichen Gesamtwert des blutigen Handels auf über 200 Milliarden Dollar (147 Milliarden Euro).

Es bedürfe schnell einer „globalen Antwort“ auf diese Bedrohung, die unter anderem durch die Zusammenarbeit verschiedener Uno-Organisationen gefunden werden könne. Allein im vergangenen Jahr wurden in Afrika mehr als 20.000 Elefanten und tausend Nashörner getötet, um Elfenbein und Hörner vor allem nach Asien zu exportieren.

„Mittlerweile ist das Überleben ganzer Arten gefährdet: Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es nur noch 25.000 Nashörner“, warnte Steiner und sprach von einer „dramatischen Situation“. „Diesen Handel können wir nicht mit einer Drohne stoppen, wir müssen Wege finden, anders darauf zu reagieren.“

Uno-Umweltprogramm aufgewertet - An dem fünftägigen Treffen nehmen über 1200 Umweltexperten aus aller Welt teil. Sie wollen über neue globale Umweltziele, wirtschaftliche Fragen, Klimawandel und den Schutz der Weltmeere beraten. Deutschland ist mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vertreten.

Das Unep war 2012 aufgewertet worden. Das bisherige Hauptorgan - der Verwaltungsrat - wurde durch die Uno-Umweltversammlung ersetzt. Diese soll vor allem das gesamte Uno-System umweltpolitisch beraten und Prioritäten für die globale Umweltpolitik festlegen.

„Endlich wird das Thema Umwelt auf die gleiche Stufe mit Frieden, Sicherheit, Wirtschaft, Gesundheit und Handel gestellt“, sagte der Präsident des Unep-Büros, Hassan Abdel Hilal. 

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