WIRTSCHAFT


Adidas Gewinnprognose

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Baku, den 20. September (AZERTAG). Peinlicher Rückzieher bei Adidas. Nachdem das Unternehmen erst im August seine ehrgeizige Gewinnprognose für 2013 bekräftigt hatte, muss es sie nun doch nach unten korrigieren. Vertriebsprobleme in Russland machen dem Sportartikelhersteller mehr zu schaffen als zunächst gedacht.

Europas größter Sportartikelhersteller Adidas kann seine Gewinnprognose für 2013 offenbar nicht erreichen. Wegen Vertriebsproblemen in Russland und anhaltender Wechselkursbelastungen werde im laufenden Jahr nur noch ein Überschuss zwischen 820 und 850 Millionen Euro erreicht, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Bisher hatte das Unternehmen 890 bis 920 Millionen Euro Nettogewinn in Aussicht gestellt.

Im vergangenen Monat hatte der Konzern schon seine Umsatzprognose gesenkt, die Gewinnprognose aber noch ausdrücklich bekräftigt. Adidas teilte mit, das zuletzt noch für möglich gehaltene niedrige zweistellige Umsatzwachstum werde nicht erreicht.

Adidas hat derzeit an vielen Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Neben der Konjunkturflaute in Europa, die dem Konzern bereits seit längerem zu schaffen macht, sind es jetzt vor allem Währungsschwankungen, die den international tätigen Konzern empfindlich treffen. Dem Management zufolge hat sich die Währungssituation in den Monaten August und September verschärft. Der Russische Rubel, der Japanische Yen Chart zeigen, der Australische Dollar oder der Brasilianische Real hätten weiter an Wert verloren. Das schmälert bei der Umrechnungen in Euro Umsatz und Ergebnis.

Darüber hinaus hakt es in Russland, einem der wichtigsten Einzelmärkte des Konzerns, offenbar im Vertrieb. Adidas Chart zeigen sprach von kurzfristigen Engpässen durch die Umstellung auf ein neues Verteilungszentrum in der Nähe von Moskau. Es hätten weniger Waren als geplant ausgeliefert werden können. Die Situation werde sich aber Anfang Oktober aufgelöst haben. Auch das Golfsegment mit der Marke TaylorMade macht dem Unternehmen zu schaffen

Spürbar werden all die Auswirkungen vor allem im dritten Quartal, über das der Konzern am 7. November berichtet. Zum Jahresende hin soll es dann wieder aufwärts gehen, nicht zuletzt weil da die ersten Produkte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien auf den Markt kommen.

Im vierten Quartal werde das Geschäft „definitiv wieder an Dynamik gewinnen“, sagte Vorstandschef Herbert Hainer laut Mitteilung. Hainer zeigte sich zuversichtlich, dass der Konzern seine mittelfristigen Ziele erreichen und den Umsatz von zuletzt knapp 15 Milliarden Euro bis zum Jahr 2015 auf 17 Milliarden Euro steigern werde.

 

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