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Adidas enttäuscht mit seinen Geschäftszahlen auf der ganzen Linie

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Baku, den 7. November (AZERTAG). Der Sportartikelkonzern Adidas enttäuscht mit seinen Geschäftszahlen auf der ganzen Linie. Ausgemachte Probleme in Russland und eine schlechte Golfsaison in den USA sind nur zwei von vielen Problemen.

Eine schlechte Golfsaison in den USA sowie schwache Währungen in wichtigen Auslandsmärkten haben Umsatz und Gewinn bei Adidas gedrückt. „Unsere Ergebnisse des dritten Quartals waren durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt“, sagte Vorstandschef Herbert Hainer.

Neben negativen Währungseffekten nannte er „kurzfristige Auslieferungsengpässe“ in Russland und anderen GUS-Staaten sowie „Maßnahmen zur Bereinigung unserer Vorräte im weltweiten Golfmarkt“.

Die Erlöse des weltweit zweitgrößten Sportartikelherstellers nach Nike schrumpften im dritten Quartal um sieben Prozent auf 3,88 Milliarden Euro. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einen Rückgang auf 3,92 Milliarden Euro gerechnet.

Das Betriebsergebnis sank um 6,1 Prozent auf 463 Millionen Euro, der Überschuss gab um acht Prozent auf 316 Millionen Euro nach. Am Markt waren operativ 466 Millionen Euro und netto 325 Millionen Euro erwartet worden.

Mehrere Probleme in Russland - Adidas hatte bereits im September von einem verpatzten Start eines neuen Vertriebszentrums nahe Moskau berichtet und deshalb seine Gewinnziele für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Schwache Währungen etwa in Russland, Japan, Brasilien, Argentinien sorgen dafür, dass der Konzern dortige Erlöse nicht im erwünschten Maße in Euro ummünzen kann.

In den USA war die Golfsaison wegen schlechten Wetters verspätet gestartet, was der Konzernmarke TaylorMade-adidas Golf zusetzte. Deren Erlöse brachen um fast 26 Prozent ein.

In Nordamerika mit dem für Adidas wichtigsten Markt USA gingen die Umsätze in Euro um zehn Prozent zurück. Das Geschäft im zweitwichtigsten Markt China stieg um sechs Prozent, während die Erlöse in den übrigen asiatischen Märkten in Euro gerechnet um 13 Prozent einbrachen. In der westeuropäischen Heimat blieben die Umsätze um acht Prozent hinter dem vergleichsweise starken Vorjahresquartal zurück, in dem das Olympia-Geschäft angelaufen war.

Adidas bekräftigte die in den vergangenen Monaten heruntergeschraubten Ziele. Demnach soll der Umsatz bei Herausrechnung der Währungseffekte im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen und der Gewinn auf 820 bis 850 Millionen Euro zulegen. Hainer bekräftigte zudem, er erwarte vom Schlussquartal an dynamischeres Wachstum, unter anderem wegen der anstehenden Fußball-WM.

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