WIRTSCHAFT


Airbus erhält Milliardenauftrag für A350

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Baku, den 7. Oktober (AZERTAG). Durchbruch für Airbus auf dem japanischen Luftfahrtmarkt. Der Flugzeughersteller hat einen Milliardenauftrag von Japan Airlines erhalten. Die Fluggesellschaft bestellt 31 Exemplare des neuen Langstreckenjets A350 im Wert von rund sieben Milliarden Euro.

Der Flugzeughersteller Airbus schafft mit einem Milliardenauftrag von Japan Airlines (JAL) den Durchbruch auf dem japanischen Luftfahrtmarkt. Die aus der Insolvenz aufgestiegene Fluglinie wolle bei den Europäern 31 Exemplare des neuen Langstreckenjets A350 bestellen, teilte Airbus-Chef Fabrice Brégier in Tokio mit. Hinzu kommen Kaufoptionen für weitere 25 Maschinen der Serie. Die Aktie des Mutterkonzerns EADS Chart zeigen stieg nach Bekanntgabe des Auftrags um fast zwei Prozent an.

Bei den bestellten Flugzeugen handelt es sich um 18 Exemplare der Standardversion A350-900 und 13 Exemplare der Langversion A350-1000. Laut Preisliste haben sie einen Gesamtwert von umgerechnet rund sieben Milliarden Euro. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich. Die Auslieferung an die Japaner soll im Jahr 2019 beginnen. Laut Airbus wird der mehrheitlich aus leichten Verbundwerkstoffen gebaute A350 rund ein Viertel weniger Treibstoff verbrauchen als herkömmliche Maschinen vergleichbarer Größe. Ende 2014 sollen die ersten A350 ausgeliefert werden.

„Auf diesem Markt unseres Wettbewerbers den Durchbruch zu schaffen war eines unserer wichtigsten Ziele“, sagte Brégier. Japan Airlines ist bislang wie der Konkurrent All Nippon Airways (ANA) Großkunde des US-Flugzeugherstellers Boeing Chart zeigen und auf Langstrecken ausschließlich mit Modellen der US-Amerikaner unterwegs. Zuletzt waren beide Fluglinien jedoch mit den Zwischenfällen von Boeings Dreamliner in die Negativschlagzeilen geraten. Anfang des Jahres musste der Flugzeugtyp wegen Brandgefahr an den Lithium-Ionen-Akkus drei Monate lang am Boden bleiben.

JAL-Präsident Yoshiharu Ueki bestritt jedoch einen Zusammenhang zwischen der Kaufentscheidung und den Problemen beim Dreamliner. „Wir bedauern die Schwierigkeiten sehr, die wir unseren Kunden mit der 787 bereitet haben, aber die Entscheidung über das Flugzeug wurde unabhängig von diesem Thema getroffen“, sagte Ueki. Der A350 passe vielmehr am besten zu den eigenen Bedürfnissen.

Boeing zeigt sich enttäuscht - Beim US-Konzern kam der Auftrag nicht gut an. Boeing zeigte sich auf Nachfrage „enttäuscht“ von der Entscheidung. Allerdings erwarte Boeing, dass die Partnerschaft mit den Japanern weitergehe. JAL betreibt bislang 166 Boeing-Jets.

Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa Chart zeigen hatte jüngst in der größten Bestellung in der Geschichte des Unternehmens allerdings mehr Maschinen bei Boeing bestellt als beim europäischen Hersteller Airbus.

Der Airbus A350 konkurriert sowohl mit dem Dreamliner als auch mit Boeings langjährigem Verkaufsschlager 777. In der Standardversion A350-900 fasst der Airbus gut 300 Passagiere, in der Langversion sollen rund 350 Menschen Platz finden. Seit dem Jungfernflug im Juni hat das Modell auf rund 60 Flügen mehr als 300 Flugstunden absolviert. Mit der jüngsten Order aus Japan hat Airbus nun verbindliche Bestellungen für 756 Maschinen des Typs eingesammelt.

 

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