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Alan Eustace springt aus 41 Kilometern in die Tiefe

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Baku, 25. Oktober, AZERTAG

Ein Manager des US-Konzerns Google hat mit einem Fallschirmsprung aus der Stratosphäre den vor zwei Jahren aufgestellten Höhenrekord des österreichischen Extremsportlers Felix Baumgartner gebrochen. Der 57-jährige Alan Eustace sprang am Freitag aus rund 41 000 Metern ab und durchbrach im freien Fall zur Erde die Schallmauer. Baumgartner war im Oktober 2012 auf 39 000 Meter gekommen. Man konnte die Dunkelheit des Weltraums und die Schichten der Atmosphäre sehen“, sagte Eustace der New York Times.

Nach Angaben Eustaces hatten er und das Team die Aktion seit drei Jahren im Geheimen geplant. Der 57-Jährige stieg über Roswell im Bundesstaat New Mexiko in einem Heliumballon an den obersten Rand der Stratosphäre auf. Eustace baumelte dabei in einem Spezialanzug an einer Konstruktion unter dem Ballon. Nach einem zweieinhalbstündigen Aufstieg bewegte er sich den Angaben seines Teams zufolge eine halbe Stunde in der Stratosphäre. Auf dem Rückweg erlebte Eustace dann einen fünfminütigen freien Fall, ehe sich sein Fallschirm öffnete und er zur Erde segelte. Insgesamt dauerte die Mission etwa vier Stunden.

Eustace gehört zur höchsten Führungsebene von Google und verwaltet den Bereich Wissensmanagement. Bevor er 2002 zum Unternehmen kam, war er unter anderem in der Forschung bei Compac und Hewlett Packard tätig. Das Angebot seines Arbeitgebers, ihn bei dem Projekt, das er vor drei Jahren startete, zu unterstützen, lehnte Eustace offenbar ab. Er wollte nicht, dass aus dem Sprung ein großes Marketing-Event wird, sagte er der New York Times. Eustace gilt als abenteuerlustig und sportlich. Er besitzt einen Pilotenschein und ist nach Medienberichten viel mit seinem eigenen Privatjet unterwegs. „Alan ist risikofreudig und sehr detailverliebt“, sagte Brian Reid, ein Computer-Spezialist, der mit Eustace eng zusammengearbeitet hat.

Der neue Höhen-Rekord nötigt Felix Baumgartner allen Respekt ab. „Gratuliere Alan! Es braucht viel Mut dafür. Niemand weiß das besser als Joe Kittinger und ich“, schrieb der Österreicher auf seiner Facebookseite.

Firma will Stratosphären-Tourismus ermöglichen

Der Rekordsprung war Teil eines Projekts der Paragon Space Development Corporation, die Touristen mit Ballons bis zu 32 Kilometer in die Stratosphäre schicken möchte und derzeit dazu forscht. Ähnlich wie dem Getränkehersteller, der den Baumgartner-Sprung für öffentliche Aufmerksamkeit nutzte, dürfte die Firma mit dem Sprung für Interesse sorgen.

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