WELT


Aleppo: Mehrere Tote bei Anschlag

Baku, 15. April, AZERTAC

Kurz nach Beginn einer Rettungsaktion für die Bewohner von vier syrischen Ortschaften sind offenbar mehrere Zivilisten Opfer eines Anschlags geworden. Das berichten sowohl Regierungsmedien als auch Oppositionsvertreter und die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien.

Den Berichten zufolge wurden am Samstag mehrere Menschen getötet, als eine Autobombe in der Nähe eines Buskonvois gezündet wurde. Der Anschlag ereignete sich demnach in dem von Rebellen gehaltenen Vorort Raschidin, westlich von Aleppo. Bilder der staatlichen Medien zeigten am Boden liegende Körper und Busse mit deutlichen Explosionsspuren.

Die genaue Zahl der Todesopfer war nach Angaben des syrischen Staatsfernsehens zunächst unbekannt. Eine der Hisbollah zugehörige Militäreinheit berichtete, ein Selbstmordattentäter habe die Bombe in der Nähe eines Konvois gezündet.

Die Evakuierung aus vier Städten war am Freitag nach mehrfachen Verzögerungen angelaufen. Hintergrund ist ein Abkommen zwischen der Regierung und Rebellen zum Austausch der Bewohner mehrerer Ortschaften.

Am Samstag geriet die Aktion allerdings ins Stocken. Nach Informationen der Beobachtungsstelle beschwerten sich die Aufständischen, dass bei der Evakuierung der regierungstreuen Städte Fua und Kafraja die im März unter Schirmherrschaft Irans und Katars getroffenen Vereinbarungen nicht eingehalten worden seien.

Dutzende Busse warteten seit Freitagabend in Raschidin, um überwiegend schiitische Bewohner zweier evakuierter Ortschaften in die Stadt zu bringen. Dort hielten sich am Samstag schätzungsweise 5000 evakuierte Syrer aus den Städten Fua und Kafraja auf.

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