WIRTSCHAFT


Alibaba plant größten Börsengang seit Facebook

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Baku, den 7. Mai (AZERTAG). Über die Plattformen von Alibaba werden 80 Prozent des Online-Handels in China abgewickelt. Jetzt strebt das schnell wachsende Unternehmen in New York an die Börse. Die Wall Street ist in Aufregung.

Der chinesische Internetriese Alibaba plant einen der größten Börsengänge der Geschichte. Das Aktiendebüt wird im Sommer oder der zweiten Jahreshälfte erwartet. In US-Medien wird über ein Volumen zwischen 15 und 20 Milliarden Dollar spekuliert.

Bei dem spektakulärsten Aktiendebüt seit dem Börsengang des Online-Netzwerks Facebook mit 16 Milliarden Dollar vor zwei Jahren mischt auch die Deutsche Bank mit. Wie aus dem Dienstag in New York vorgelegten Börsenprospekt hervorgeht, gehört das Frankfurter Geldhaus zu den sechs Instituten, die Chinas boomende Online-Handelsplattform den Anlegern schmackhaft machen sollen.

Alibaba will in New York an die Börse, weil hier die finanzstarken und internetverliebten Investoren sitzen. Im vorläufigen Börsenprospekt nannte Alibaba vorerst nur eine Milliarde Dollar, doch gilt die Summe nur als Platzhalter und dient üblicherweise der Registrierung.

Unternehmenswert auf 150 Milliarden Dollar geschätzt - Auch andere Details blieben zunächst unklar: die Zahl der Aktien, deren Stückpreis und der Börsenplatz. Das Unternehmen kann zwischen der traditionsreichen New York Stock Exchange und der rein elektronisch arbeitenden Konkurrenzbörse Nasdaq wählen. Alibaba hatte bereits im März sein Vorhaben angekündigt. Analysten schätzen den Wert des Unternehmens auf um die 150 Milliarden Dollar.

Zu den großen Handelsplätzen des Konzerns gehören Taobao, Tmall und Juhuasuan. 231 Millionen Käufer und acht Millionen Verkäufer wickelten hier im vergangenen Jahr Geschäfte über 248 Milliarden Dollar ab. Der chinesische Konzern ist beim Handelsvolumen nach eigenen Angaben größer als Amazon oder Ebay. Alibaba bietet jedoch nicht selbst Waren an, sondern vermittelt lediglich. Mit Alipay gehört auch ein Bezahldienst zum Konzern. „Wir haben die Art und Weise verändert, wie in China Handel betrieben wird“, schreibt Alibaba im Börsenprospekt.

Alibaba verdient sein Geld unter anderem durch Werbung, Gebühren für getätigte Handelsgeschäfte sowie Mitgliedsbeiträge. Von April bis Dezember vergangenen Jahres kam so ein Umsatz von 6,5 Milliarden Dollar zustande und der Gewinn lag bei unterm Strich 2,9 Milliarden Dollar. Das Geschäftsjahr endete im März; es liegen jedoch noch keine Ganzjahreszahlen vor.

 

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