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Angesehener Chemiker aus den USA ist tot

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Baku, den 5. Juni (AZERTAG). Der angesehene Chemiker Alexander Shulgin ist gestorben. Bekannt wurde er durch seine Selbstversuche, bei denen er die berauschende Wirkung der Droge Ecstasy erkannte.

Der als „Vater von Ecstasy“ bekannt gewordene US-Chemiker Alexander Shulgin ist tot. Shulgin starb in der Nacht zum Dienstag in seinem Haus in Nordkalifornien, wie seine Familie mitteilte. Der 88-Jährige sei „friedlich“ im Beisein von Angehörigen verschieden. Shulgin litt an Leberkrebs.

Shulgin war bekannt für seine Arbeit mit synthetischen Halluzinogenen. Bei Selbstversuchen erkannte er in den Siebzigerjahren die berauschende Wirkung des Stoffs Methylendioxy-N-methylamphetamin (MDMA), der unter dem Namen Ecstasy bekannt wurde.

“Eine Möglichkeit, sich auszudrücken“ - Die oftmals mit Prägungen versehenen Tabletten führen zu Glücksgefühlen, Kontaktfreudigkeit und Verlust des Zeitgefühls. Das körpereigene Warnsystem wird ausgeschaltet. Vor allem Anfang der Neunzigerjahre war die Droge in der Musikklub-Szene verbreitet.

Shulgin hatte die Droge als „eine Möglichkeit, sich auszudrücken“ bezeichnet sowie als ein Werkzeug, mit dem sich junge Leute „von der älteren Generation distanzieren“. Das auch als Partydroge bekannte Mittel wird häufig von jungen Menschen genommen. Sie gehen Risiken ein. Bei langem Tanzen kann es zu extremem Wasserverlust, Organschäden oder Kreislaufzusammenbruch kommen.

MDMA war ursprünglich bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland erfunden und Anfang des 20. Jahrhunderts vom Pharmahersteller Merck patentiert worden.

 

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