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Antarktis-Touristen harren Silvester im Eis aus

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Baku, den 31. Dezember (AZERTAG). Eisbrecher kommen nicht durch, nun musste auch die Rettung per Hubschrauber verschoben werden. 74 Touristen und Forscher sitzen seit einer Woche auf ihrem Schiff im antarktischen Packeis fest. Der nächste Versuch soll im neuen Jahr gestartet werden.

Seit einer Woche stecken 74 Forscher und Touristen auf der „Akademik Schokalskij“ in der Antarktis fest, und dort werden sie vermutlich auch das neue Jahr erleben. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, das Schiff mit Eisbrechern aus dem Packeis zu befreien, musste auch die geplante Evakuierung mit Hubschraubern am Dienstag zunächst verschoben werden.

Die australische Schifffahrtsbehörde AMSA teilte mit, dass der Helikopter „unter den derzeitigen Wetterbedingungen nicht fliegen“ könne. Ein Start des Hubschraubers sei erst möglich, wenn sich das Wetter bessere, was erst für den morgigen Tag erwartet werde, hieß es weiter.

Die Expedition folgt einer Route, die Antarktis-Pionier Douglas Mawson vor einem Jahrhundert entdeckt hatte. Ein Wetterumschwung samt Schneesturm schob die Eisschollen zusammen, so dass das Schiff Heiligabend rund hundert Seemeilen (185 Kilometer) von dem französischen Antarktis-Stützpunkt Dumont d'Urville steckenblieb.

In den vergangenen Tagen mussten ein chinesischer und ein australischer Eisbrecher wenige Seemeilen vor der unter russischer Flagge fahrenden „Akademik Schokalskij“ abdrehen, weil das Eis zu dick geworden war. Das chinesische Schiff befindet sich aber weiter in der Nähe - von ihm soll der Rettungshubschrauber starten, sobald es die Wetterbedingungen zulassen.

Eine Gefahr für die Abenteurer und Forscher bestehe aber nicht, teilte das russische Außenamt mit. Allen Menschen an Bord gehe es gut, und es seien ausreichend Vorräte vorhanden.

 

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