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Auf den Azoren herrscht ein ozeanisch-subtropisches Klima

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Baku, 10. Oktober, AZERTAC

Faial, Pico und São Jorge - das sind die Azoren. Eine Satellitenaufnahme zeigt die Inselgruppe im Atlantik nun als beeindruckendes Höhenprofil.

Das Bild erinnert an ein Gemälde. Vom kräftig blauen Hintergrund heben sich goldfarbene Strukturen ab. Doch es handelt sich um kein Kunstwerk, sondern um eine Radaraufnahme des Esa-Satelliten „Sentinel-1A“. Aus den Radarsignalen lässt sich ein Höhenprofil berechnen - später haben Esa-Forscher das Bild koloriert.

Die Aufnahme zeigt die drei Azoreninseln Faial (links), Pico (Mitte) und São Jorge (oben). Gut auszumachen sind große Wellenfronten im Meer. Auch der vulkanische Ursprung der Azoren ist erkennbar. Die Inseln bilden die Spitzen eines großen unterseeischen Gebirges, dem Mittelatlantischen Rücken. Er ist entstanden, weil die nordamerikanische und die eurasische Platte auseinanderdriften. Weiter nördlich gibt es noch eine weitere zum Mittelatlantischen Rücken gehörende Insel: Island.

Der höchste Berg Portugals - Der Vulkan Ponta do Pico auf der gleichnamigen Insel Pico ist 2351 Meter hoch und damit nicht nur der höchste Berg Portugals, sondern auch des gesamten Mittelatlantischen Rückens. Pico gilt als eine der schönsten Inseln der Azoren. Im 15. Jahrhundert bauten die ersten Siedler aus Portugal hier Getreide an, später pflanzten sie Weinstöcke und starteten von hier zum Walfang. Der letzte Vulkanausbruch liegt 300 Jahre zurück, seitdem gilt Ponta do Pico als inaktiv.

Auf den Azoren herrscht ein ozeanisch-subtropisches Klima. Die meisten kennen die Inselgruppe vor allem aus dem Wetterbericht. Ein Azorenhoch ist ein Hochdruckgebiet, das im Bereich der Inseln entsteht. Im Wechselspiel mit Islandtiefs bestimmen Azorenhochs die Wetterlage in Mitteleuropa.

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