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Autobombe tötet mindestens 14 Menschen nach Weihnachtsmesse

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Baku, den 25. Dezember (AZERTAG). In Bagdad sind bei einem Anschlag nahe einer Kirche mindestens 14 Menschen getötet worden, mehr als 30 wurden verletzt. Die meisten Opfer waren Christen, die nach der Weihnachtsmesse aus dem Gotteshaus strömten.

Bei einem Anschlag nahe einer Kirche in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am ersten Weihnachtstag mindestens 14 Menschen getötet worden. Bei der Explosion der Autobombe im südlichen Viertel Dura seien zudem mehr als 30 Menschen verletzt worden, sagte ein Polizeioffizier. Demnach waren die meisten Opfer Christen. Die Bombe sei gezündet worden, als die Gläubigen gerade den Gottesdienst verließen. Zu dem Anschlag bekannte sich bislang niemand.

Im Irak lebten bis zum US-Einmarsch 2003 fast 1,5 Millionen Christen. Heute sind es nur noch rund 300.000, Hunderttausende flohen vor der Gewalt ins Ausland. Nach wie vor sind sie immer wieder Ziel blutiger Anschläge islamistischer Extremisten.

Die Gewalt im Irak hat in diesem Jahr wieder einen neuen Höhepunkt erreicht. Sunnitische Aufständische, etwa Qaida-Kämpfer, verstärkten ihre Angriffe. Sie attackieren Zivilisten, Sicherheitskräfte und mutmaßliche Unterstützer der von Schiiten geführten Zentralregierung in Bagdad. Seit Jahresbeginn wurden der Nachrichtenagentur AFP zufolge mehr als 6650 Menschen bei Anschlägen und anderen Gewalttaten getötet.

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