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BASF will Insektizid nicht mehr als Pflanzenschutzmittel einsetzen

Baku, 9. August, AZERTAC

BASF will keine Verlängerung der EU-Zulassung für den Wirkstoff Fipronil als Pflanzenschutzmittel beantragen. Der Chemiekonzern lässt die Genehmigung laut einer Sprecherin zum 30. September auslaufen. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien allein wirtschaftliche Gründe.

Der Schritt habe aber nichts mit dem Eierskandal der vergangenen Tage zu tun. Von BASF hergestelltes Fipronil werde weiterhin in Produkten zur Bekämpfung von Ameisen, Kakerlaken und Termiten eingesetzt. Der Wirkstoff war 1987 vom französischen Chemieunternehmen Rhône-Poulenc entdeckt worden. 2003 erwarb der deutsche BASF-Konzern die Rechte daran.

In der Landwirtschaft ist das Insektizid bislang noch zur Behandlung von Saatgut zugelassen. Es darf zum Schutz von Bienenvölkern allerdings nur dann eingesetzt werden, wenn das behandelte Saatgut zur Aussaat im Gewächshaus bestimmt ist oder wenn es sich um das Saatgut von Lauch-, Zwiebel-, Schalotten- und Kohlpflanzen handelt, die bereits vor der Blüte geerntet werden.

Die Verwendung von Fipronil bei Tieren, die Lebensmittel liefern, ist in der EU verboten. Neben der Verwendung als Pflanzenschutzmittel und als Ameisengift ist noch der Einsatz als Tierarzneimittel erlaubt. Es darf beispielsweise auf das Fell von Hunden aufgetragen werden, um diese vor Flöhen, Läusen und Zecken zu schützen.

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