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Ban Ki Moon will mehr Blauhelm-Soldaten nach Mali schicken

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Baku, 2. Juni, AZERTAC

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon plant, die Blauhelm-Truppe in Mali aufzustocken. Wegen der schlechten Sicherheitslage soll sie auf bis zu 15.000 Soldaten und Polizisten anwachsen.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon will mehr Blauhelm-Soldaten nach Mali schicken. Das geht aus einem Bericht an den Uno-Sicherheitsrat hervor, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Darin bittet Ban den Rat um 2049 zusätzliche Soldaten und 480 Polizisten. Es sei notwendig, sich auf die schlechter werdende Sicherheitslage in Mali einzustellen, sagte Ban Ki Moon laut Reuters.

Auftrag der Uno-Mission in Mali (Minusma) ist, das Land nach dem Islamistenaufstand 2012 wieder zu stabilisieren. Damals intervenierte zunächst Frankreich militärisch, später übergaben die Franzosen die Verantwortung an die Uno-Truppe Minusma. Die deutsche Bundeswehr ist seit drei Jahren in Mali im Einsatz: Anfangs halfen Bundeswehr-Soldaten nur bei der EU-Ausbildungsmission für die malische Armee im relativ stabilen Süden des Landes.

Seit einigen Monaten aber stellt Deutschland auch ein Kontingent für die Uno-Mission im fragilen Norden.Momentan sind in Mali nach Uno-Angaben gut 11.000 Soldaten und rund 1400 Polizisten im Einsatz. Folgt der Sicherheitsrat Ban Ki Moons Aufforderung, könnte die Minusma-Truppe auf eine Stärke von mehr als 15.000 anwachsen.

Reaktion auf Anschläge auf Uno-Soldaten - In dem Bericht heißt es laut Reuters, die zusätzlichen Soldaten sollen unter anderem bei der Überwachung, dem Sammeln von Informationen und dem Schutz von Versorgungskonvois eingesetzt werden. Die zusätzlichen Polizisten sollen demnach die Kapazitäten im Bereich Training und Beratung aufstocken.

Der Vorschlag von Ban Ki Moon ist auch eine Reaktion auf mehrere Anschläge und Angriffe auf die Uno-Truppe, bei denen allein im Mai zwölf Soldaten ums Leben kamen. Erst am Dienstagabend explodierte vor dem Camp der Uno-Mission in Gao eine Autobombe.Ein chinesischer Soldat wurde getötet, es gab viele Verletzte. Wenige Stunden nach der schweren Explosion bekannte sich die nordafrikanische Terrorgruppe al-Qaida im islamischen Maghreb zu dem Anschlag.

Der Minusma-Einsatz gilt derzeit als die gefährlichste Mission der Uno weltweit. Der Uno-Sicherheitsrat wird das Mandat für Mali voraussichtlich Ende des Monats verlängern. Frankreichs Botschafter Francois Delattre, in diesem Monat Präsident des Rates, sagte, der Vorschlag von Ban zur Aufstockung der Truppe werde geprüft.

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