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Barack Obama: USA und ihre Verbündeten sind nicht im Krieg mit dem Islam

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Baku, 19. Februar, AZERTAG

US-Präsident Barack Obama hat den Westen davor gewarnt, den Islam pauschal mit dem ISIS gleichzusetzen. Zugleich stellte Obama klar, dass die USA und ihre Verbündeten keinen Krieg gegen den Islam führten.

„Wir sind im Krieg mit Menschen, die den Islam pervertiert haben“, sagte der Präsident auf einer Konferenz gegen gewaltsamen Extremismus am Mittwoch im Weißen Haus, teilt die Nachrichtenagentur AZERTAG unter Berufung auf BBC mit.

Obama forderte muslimische Führer auf, ihren Gemeinden klarzumachen, dass der Westen nicht versuche, den Islam zu unterdrücken. „Wenn Extremisten mit der Lüge hausieren gehen, dass unsere Länder feindselig gegen Muslime sind, dann müssen wir zeigen, dass wir Menschen aller Religionen willkommenheißen.“

Der Islam dürfe nicht als Quelle für Extremismus diffamiert werden, sagte Obama weiter. „Keine Religion ist verantwortlich für Terrorismus. Menschen sind verantwortlich für Gewalt und Terrorismus“.

Nur mit Militäreinsätzen ist der Terrorismus aus Sicht von Obama nicht zu besiegen. „Wir wissen, dass militärische Gewalt allein das Problem nicht lösen kann“, schrieb er zuvor in der Zeitung „Los Angeles Times“

Entscheidend sei, denjenigen Hintermännern das Handwerk zu legen, die etwa in den USA und Europa junge Menschen radikalisierten, aufhetzten und für den Terrorismus rekrutierten. Das Problem sei, dass es kein klares Profil des einen Terroristen gebe. „Es ist nicht möglich, vorherzusagen, wer radikalisiert wird“, sagte Obama. Gegen Extremismus anzugehen, sei eine Herausforderung für eine ganze Generation. „Wir haben schon größere Probleme bewältigt als dieses.“

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