WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Behörden testen Dutzende Arbeiter in US-Atommülllager

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Baku, den 28. Februar (AZERTAG). Zunächst sollten keine Arbeiter betroffen sein, als in einem unterirdischen Lager für Atommüll des US-Militärs erhöhte Strahlenwerte gemessen wurden. Doch diese Information war falsch - und jetzt werden weitere Menschen untersucht, die ebenfalls betroffen sein könnten.

Nach dem Austritt von Radioaktivität in einem unterirdischen Lager für Atommüll des US-Militärs untersuchen die Behörden Dutzende weitere Arbeiter auf Verstrahlung. Dabei solle festgestellt werden, ob mehr als 13 Menschen betroffen seien, sagte der Projektleiter des Waste Isolation Pilot Plant (WIPP), Farok Sharif.

Er lehnte unter Hinweis auf die Privatsphäre der Betroffenen eine Einschätzung ab, wie viel Strahlung sie ausgesetzt worden waren. Allerdings hätten sich Experten gegen eine chemische Therapie ausgesprochen, um die eingeatmeten Partikel aus dem Körper zu entfernen. Die Ergebnisse der neuen Untersuchungen dürften in einigen Wochen vorliegen.

Es ist ein weiteres Kapitel einer schon einige Zeit andauernden Geschichte. In der Anlage im Bundesstaat New Mexiko war am 14. Februar Strahlungsalarm ausgelöst worden. Die Betreiber haben erklärt, möglicherweise seien Fässer mit Atommüll undicht geworden. Zuerst hieß es, an der Kleidung und auf der Haut der 139 Arbeiter sei keine Radioaktivität festgestellt worden.

Doch diese Einschätzung ließ sich nicht halten: Am Mittwoch erklärten die Verantwortlichen dann, 13 von ihnen hätten radioaktive Isotope wie Americium 241 eingeatmet, die beim Bau von Atomwaffen anfallen.

Rund 4000 Fässer aus Los Alamos müssen warten - Sharif zufolge ist in der Luft um die Anlage nahe der Grenze zu Texas zwar eine erhöhte Strahlung festgestellt worden. Eine Gefahr für Menschen oder die Umwelt bestehe jedoch nicht. Das Werk wird vom Energieministerium betrieben. Im WIPP werden radioaktive Abfälle aus der amerikanischen Atombomben-Herstellung und Kernwaffenforschung in Salzstöcken in knapp einem Kilometer Tiefe gelagert. Die Anlage wurde 1999 in Betrieb genommen - und ist die einzige ihrer Art für stark strahlende Stoffe in den USA. Der Alarm von Mitte Februar ist der erste seiner Art.

Im WIPP sollen auch rund 4000 Fässer mit Strahlenabfall aus den Los Alamos National Laboratories unterkommen. Dort sind sie mit wenigen Schutzvorkehrungen im Freien gelagert - und sollten eigentlich bis Ende Juni abtransportiert sein. Doch so lange die Ursachen der aktuellen Probleme nicht bekannt sind, sind die Lieferungen ausgesetzt.

 

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