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Bei Anschlag in Kabul mindestens 61 Menschen ums Leben gekommen

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Baku, 23. Juli, AZERTAC

Bei einem Anschlag auf friedliche Demonstranten in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach Regierungsangaben mindestens 61 Menschen ums Leben gekommen und 207 verletzt worden.

Sie hatten dafür demonstriert, dass der Verlauf einer Stromleitung geändert werden soll.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat sich zu der Tat bekannt: Zwei IS-Anhänger sollen in der Menge ihre Sprengstoffwesten gezündet haben.

Der Leiter des Isteqlal-Krankenhauses, Mohammad Sabir Nasib, sagte: "Viele der Verletzten, die zum Krankenhaus gebracht wurden, sind in schlechter Verfassung."

Die Detonationen ereigneten sich auf einem zentralen Platz, auf dem sich Tausende Angehörige der ethnischen Minderheit der Hasara versammelt hatten, um für die Umleitung einer geplanten Stromtrasse zu demonstrieren. Der Bau der Leitung wird von der Asian Development Bank finanziert. Sie soll zehn afghanische Provinzen mit Strom versorgen - aber nicht die Regionen Bamijan und Wardak, in der vor allem Hasara leben.

Für die angemeldete Demonstration waren große Teile Kabuls abgesperrt worden, Helikopter überwachten den Protestmarsch aus der Luft. "Erst dachten wir, das sei eine Minen-Explosion, aber als ich das Areal erreichte, wurde mir klar, dass es ein Selbstmordanschlag war", sagte ein Demonstrant, der sich in der Nähe aufgehalten hatte. Er veröffentlichte ein Video auf Facebook, das den Platz mit zahlreichen blutüberströmten Opfern zeigte.

Der afghanische Präsidentenpalast erklärte, dass unter den Toten auch Sicherheitskräfte seien, die die Demonstration bewacht hätten.

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