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Bei einem Selbstmordanschlag vier UN-Mitarbeiter gestorben

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Baku, den 18. Januar (AZERTAG). Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Restaurant im Diplomatenviertel von Kabul sind nach Angaben des örtlichen Polizeichefs auch vier Mitarbeiter der Vereinten Nationen gestorben. Insgesamt seien 21 Menschen ums Leben gekommen, darunter Afghanen und Ausländer, teilte Mohammed Sahir mit.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den „schrecklichen Anschlag“ als „völlig inakzeptabel“ und als „eklatanten Bruch des humanitären Völkerrechts". Er forderte ein sofortiges Ende solcher Angriffe.

Auch der Repräsentant des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist unter den Todesopfern, wie die Institution bestätigte. Ein Taliban-Sprecher sagte, der Anschlag habe gezielt Ausländern gegolten.

Bei dem Angriff auf das bei Diplomaten und Ausländern beliebte Restaurant starben auch die drei Angreifer, von denen einer schon am Eingang zu dem Gebäude eine Bombe zündete. Zwei Taliban-Kämpfer wurden von Wachleuten nach einem längeren Schusswechsel getötet.

Ein Sprecher der Taliban teilte mit, dass mehrere deutsche Staatsbürger getötet worden seien. Die Opfer seien „hochrangige deutsche Diplomaten“. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte dazu: „Meldungen über betroffene Deutsche können derzeit nicht bestätigt werden“. Ein Krisenstab bemühe sich um Aufklärung.

Das Restaurant liegt im Viertel Wasir Akbar Chan, in dem viele ausländische Botschaften ihren Sitz haben. Auch die Deutsche Botschaft ist nur wenige Minuten entfernt. In den vergangenen Tagen hatte es mehrere Angriffe in Kabul gegeben, darunter auch einen Selbstmordanschlag. In einem zweiten Fall war ein Selbstmordattentäter erschossen worden, bevor er seine Bombe zünden konnte.

 

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