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Bei weiteren Anschlägen in Bagdad gab es zahlreiche Todesopfer

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Bagdad, den 9. Dezember (AZERTAG). Die Gewaltwelle hält an: Im Nordirak detonierte eine Autobombe mitten im Stadtzentrum in Buhris. Elf Menschen starben, mindestens 22 wurden verletzt. Bei weiteren Anschlägen in Bagdad gab es zahlreiche Todesopfer.

Eine Autobombe hat im Stadtzentrum der nördlichen Stadt Buhris elf Menschen in den Tod gerissen und mindestens 22 Personen schwer verletzt. Der Irak wird von der schwersten Welle der Gewalt seit fünf Jahren erschüttert. Die Sicherheitslage hat sich im laufenden Jahr deutlich verschlechtert.

Der Anschlag geschah nach Angaben der örtlichen Polizei in einem vorwiegend von Sunniten bewohnten Viertel in unmittelbarer Nähe eines Straßencafés. Die Explosion verwüstete die Straße und die umliegenden Gebäude. „Autos standen in Flammen, und überall lagen Granatsplitter“, berichtete ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur Reuters.

Zwei weitere Detonationen im Umland von Bagdad forderten am Montagvormittag zahlreiche Todesopfer: Im Süden der Hauptstadt tötete eine Straßenbombe zwei Soldaten, drei weitere wurden verletzt. Sie gehörten der sunnitischen Sahwa-Miliz an, die sich ab 2006 mit den US-Streitkräften im Kampf gegen Aufständische im Irak zusammengetan hatte.

Drei Zivilisten wurden bei einer Explosion auf einem Markt in einem Stadtteil im Osten Bagdads getötet, sieben Verletzte schweben noch in Lebensgefahr. Am Sonntag waren bei einer Anschlagsserie mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen und 120 verwundet worden.

Nach Angaben der Vereinten Nationen starben seit Januar mehr als 8000 Menschen bei Anschlägen. Allein im Dezember wurden bisher 147 Menschen getötet.

 

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