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Bergleute in Südafrikas Platinminen haben sich eine drastische Lohnerhöhung erkämpft

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Baku, den 24. Juni (AZERTAG). Ihr fünf Monate andauernder Streik zahlt sich aus. Die Bergleute in Südafrikas Platinminen haben sich eine drastische Lohnerhöhung erkämpft - um 20 Prozent. Der Platinpreis gab umgehend nach.

In Südafrikas Platinminen neigt sich ein monatelanger Streik dem Ende zu. „Morgen werden wir die Einigung unterzeichnen, was bedeutet, dass der Streik offiziell vorbei ist“, sagte der Gewerkschaftsführer Joseph Mathunjwa vor 30.000 Bergarbeitern in der Stadt Rustenburg. Die Platinkonzerne bieten nun eine Lohnerhöhung um etwa 20 Prozent. Die Bergleute, die seit Jahresbeginn keine Gehälter mehr erhalten haben, riefen daraufhin: „Unterzeichnen, unterzeichnen, unterzeichnen!“ Schon am Mittwoch sollen sie wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Der im Januar begonnene Ausstand hatte sowohl die Arbeiter als auch die Konzerne zuletzt stark belastet. Gewerkschaftsführer Mathunjwa sagte, die Konzerne hätten den meisten Forderungen zugestimmt, doch die Verhandlungen seien „nicht leicht“ gewesen. Zwar würden nicht alle Arbeiter die monatliche Lohnerhöhung auf umgerechnet 850 Euro über die nächsten drei Jahre erhalten - doch würden viele sie später „leicht“ erhalten.

Die Minengewerkschaft Amcu hatte in der vergangenen Woche zunächst einem Ende des Streiks zugestimmt, dann jedoch erneut Forderungen erhoben. Die letzten strittigen Punkte schienen daraufhin am Montag ausgeräumt, allerdings bestätigten die Konzerne die Einigung zunächst nicht. Ihren Angaben nach hat sie der Ausstand der insgesamt 70.000 Minenarbeiter umgerechnet fast 1,7 Milliarden Euro gekostet. Der Platinpreis fiel nach Bekanntwerden der Einigung um ein Prozent.

Das an Rohstoffen reiche Südafrika verfügt über 80 Prozent der weltweiten Platinreserven. Bislang reichten jedoch die Lagerbestände aus, um Engpässe bei dem in etlichen Geräten verwendeten Edelmetall auszugleichen. Die beiden größten Platinfirmen der Welt, die Konzerne Anglo American Platinum und Impala Platinum, sind an der südafrikanischen Börse in Johannesburg notiert.

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