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Beruhigung für die Finanzmärkte in China

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Baku, den 22. Januar (AZERTAG). Anleger in China fürchteten bereits eine Kreditklemme, doch unmittelbar vor dem Neujahrsfest schritt die Notenbank ein. Nach einer Geldspritze in Höhe von umgerechnet 31 Milliarden Euro sanken die kurzfristigen Zinsen am Dienstag deutlich. Die Maßnahme trug so zu einer Beruhigung der Märkte bei, da Investoren die Furcht vor einer Kreditklemme genommen wurde.

Die Zentralbank kündigte an, für Stabilität am Geldmarkt zu sorgen. Liquidität stellte sie auch kleineren Finanzinstituten bereit, die häufig darüber klagen, von den großen Geldhäusern aus dem Kreditgeschäft zwischen den Banken verdrängt zu werden. „Das ist eine große Spritze“, sagte ein Händler in Shanghai. „So kommen wir in Ruhe durch das Neujahrsfest.“

Viele Banken decken sich vor dem Ende Januar anstehenden Fest mit mehr Geld als sonst ein, da viele Chinesen vor den Feiertagen verstärkt Bargeld abheben. Zudem benötigen Kunden und Firmen Geld für Geschenke und Bonuszahlungen. Die Nachfrage wird auch in die Höhe getrieben, weil sich Versicherer, Leasingfirmen und andere Kreditgeber außerhalb des klassischen Spektrums auf dem Geldmarkt tummeln. Zuletzt waren die Zinsen in dem Bereich auf den höchsten Stand seit sechs Monaten gestiegen.

Bereits im vergangenen Sommer war es zu Engpässen am Geldmarkt gekommen. Damals war der Notenbank vorgeworfen worden, zu wenig dagegen zu unternehmen. Nun ergriff sie die Initiative zu einem Zeitpunkt, an dem die im Vergleich zu den Vorjahren schwachen Wachstumszahlen für zusätzliche Verunsicherung unter Anlegern sorgten. Die chinesische Wirtschaft war 2013 nur um 7,7 Prozent gewachsen. Eine niedrigere Zuwachsrate hatte es zuletzt 1999 gegeben: „Die Spekulationen um eine Kreditklemme und die jüngsten Konjunkturdaten hatten am Markt die Furcht genährt, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt an einem Wendepunkt angekommen ist“, sagte Aktienhändler Jonathan Sudaria vom Brokerhaus Capital Spreads.

 

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