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Bisher als ungiftig geltendes Aluminium sei doch nicht so harmlos

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Baku, den 17. Juli (AZERTAG). Aluminium ist nützlich. Ohne das Leichtmetall hätte es etwa die Flugzeugindustrie im Wortsinne schwerer, es zählt zu den meist verwendeten Metallen, ob im Fahrzeugbau oder zur Wasseraufbereitung. Doch immer wieder kommt der Verdacht auf, das bisher als ungiftig geltende Element sei doch nicht so harmlos – und für Brustkrebs und Alzheimer mitverantwortlich.

Die wichtigste Quelle für Aluminium ist die Nahrung. Aluminium ist eines der häufigsten Elemente der Erdkruste und taucht deswegen in gewissen Mengen in fast allen Lebensmitteln auf, besonders in getrockneten Kräutern und Gewürzen, die im Mittel 145 Mikrogramm Aluminium pro Gramm enthalten, sowie in Schokoladenprodukten mit 33 Mikrogramm pro Gramm. Von der über den Magen-Darm-Trakt aufgenommenen Menge resorbiert man je nach Darreichungsform bis zu etwa einem Prozent, so dass nur ein Bruchteil direkt in den Körper gelangt.

Viele Verbraucher fürchten vor allem Antitranspirantien auf Aluminiumbasis, Stoffe in Deodorants, die Achselschweiß unterdrücken. Sie enthalten Verbindungen wie Aluminiumchlorid oder Aluminiumchlorhydroxide, die in Wasser gelöst sind. Sie wirken mechanisch, indem sie Eiweiße ausfällen und so einen Stopfen in der Schweißdrüse bilden. (Wie Experimente zeigen, reicht es, die oberste Hornhautschicht mit einem Klebeband abzuziehen, um die Blockade zu beenden und den Schweiß wieder fließen zu lassen.) Der sich bildende Schweiß gelangt nicht mehr nach draußen; stattdessen resorbiert die Drüsenwand die gestaute Flüssigkeit. Das heißt, das Aluminium wirkt rein äußerlich – trotzdem gelangt ein Teil dabei in den Körper.

Mit dem Essen nehmen wir je nach Land und Ernährung nach einer Metastudie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zwischen einem und 15 Milligramm Aluminium pro Tag zu uns. Bei Erwachsenen entspricht das bis zu 0,2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, bei Kindern und Säuglingen bis zu etwa 0,35 Milligramm.

Nach Angaben der EFSA nehmen Arbeiter in der Aluminium verarbeitenden Industrie etwa 40 Milligramm pro Arbeitstag auf. Medikamente, die Aluminiumverbindungen enthalten, sind zum Beispiel Antacida (also Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure), von denen mehrere Marken das basische Aluminiumhydroxid enthalten. Je nachdem, wie hoch man diese Stoffe dosiert, nimmt man auf diesem Weg etwa ein bis zwei Gramm Aluminiumsalze zu sich. 

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