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BlablaCar sammelt 100 Millionen Dollar bei Investoren ein

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Baku, den 3. Juli (AZERTAG). Rund eine Million Menschen nutzen sie, um Mitfahrer oder Mitfahrgelegenheiten zu suchen. Jetzt erhält die Mitfahr-App BlablaCar von 100 Millionen Dollar von Risikokapitalgebern - die Gründer hatten wesentlich weniger erwartet.

Die französische Mitfahr-App BlaBlaCar bekommt von Investoren 100 Millionen Dollar, um schneller wachsen zu können. Vor allem der internationale Ausbau soll damit vorangetrieben werden, kündigte Firmenchef Frédéric Mazzella an. Der Dienst hat bisher acht Millionen Mitglieder in zwölf Ländern und rund eine Million Nutzer im Monat. Über BlaBlaCar können sich Leute zum Mitfahren verabreden, um die Kosten der Fahrt zu teilen.

In Deutschland gibt es nach einem Jahr über eine Million Mitglieder, hieß es. Hier startete jüngst der Hamburger Konkurrent WunderCar, der sein ursprünglich breiter angelegtes Geschäftsmodell nach Einschreiten der Behörden auf Mitfahrgelegenheiten reduzierte. Wenn Fahrer mit dem Mitnehmen von Passagieren Profit machen, überschreitet man schnell die Grenze zum gewerblichen Betrieb, der strikt reguliert wird. Deshalb sind die Preis fürs Mitfahren bei BlaBlaCar klar gekappt. Der Dienst will sich über eine Provision finanzieren.

Russland ist für BlablaCar interessanter als USA - Bei der vergangenen Finanzierungsrunde im Jahr 2012 hatte BlaBlaCar vergleichsweise bescheidene zehn Millionen Dollar eingenommen und expandierte danach in elf Länder. Der für das operative Geschäft zuständige Manager Nicolas Brusson sagte dem Technologieblog „Recode“, BlaBlaCar habe für die aktuelle Runde eher eine Summe von 25 Millionen Dollar angepeilt, das Interesse der Investoren sei aber größer als erwartet gewesen. Das Geld kommt unter anderem von den Start-up-Finanzierern Index Ventures und Accel Partners.

Das Geschäft mit der Mobilität wird befindet sich in einer Umbruchphase. Als Trend zeichnet sich ab, dass weniger Menschen vor allem in den Städten eigene Autos besitzen wollen. Stattdessen versuchen diverse Online-Dienste, in die Bresche zu springen. Besonders bekannt wurde der auch in Deutschland aktive Fahrdienst Uber, der den Taxis Konkurrenz macht. Uber aus San Francisco bekam vor wenigen Wochen 1,2 Milliarden Dollar von Investoren und wurde dabei insgesamt mit 17 Milliarden Dollar bewertet.

BlaBlaCar habe keine Pläne, in den US-Markt zu gehen, sagte Brusson „Recode“. Man sehe große Wachstumschancen in anderen Ländern. So habe der Dienst in Russland über 250.000 Mitglieder in den ersten drei Monaten gewonnen. Brusson sieht BlaBlaCar als erschwinglichere Alternative zu Uber. „Der eine Dienst wird von Bankern oder Anwälten genutzt, der andere von 99 Prozent der Bevölkerung.“

 

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