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Brillenhersteller-Umsatz lag mehr als 15 Milliarden Euro

Baku, 16. Januar, AZERTAC

Der Brillenhersteller Luxottica, der die Marke Ray-Ban produziert, will mit dem Brillenglas-Spezialisten Essilor fusionieren. Gemeinsam haben die Firmen 140.000 Angestellte und einen Jahresumsatz von 15 Milliarden Euro.

Es ist mit einem Volumen von etwa 46 Milliarden Euro die größte Fusion in der weltweit schnell wachsenden Brillenbranche und sie dürfte das Gleichgewicht in der Industrie verändern. Der weltgrößte Brillenhersteller Luxottica, der unter anderem die Marke Ray-Ban und Gestelle für Luxusmarken wie Armani, Chanel oder Prada produziert, und der französische Brillenglas-Spezialist Essilor wollen zusammengehen. Dies teilten die beiden Unternehmen am Montag in Mailand und Paris mit.

Das neue Unternehmen habe einen jährlichen Umsatz von mehr als 15 Milliarden Euro sowie 140.000 Angestellte in rund 150 Ländern. Der operative Gewinn beider Konzerne lag zuletzt bei zusammen rund 3,5 Milliarden Euro. Der Zusammenschluss dürfte das Ergebnis mittelfristig um 400 bis 600 Millionen Euro steigern. Langfristig dürften die Effekte sogar noch höher ausfallen.

Chef des fusionierten Unternehmens soll Luxottica-Gründer Leonardo Del Vecchio werden. Die von ihm kontrollierte Holding Delfin werde nach dem Zusammenschluss zwischen 31 und 38 Prozent der Anteile des neuen Konzerns halten. "Die Hochzeit zwischen zwei Schüsselunternehmen in ihren Branchen wird dem Markt, den Angestellten und insbesondere all unseren Kunden große Vorteile bringen", sagte Del Vecchio.

Delfin kontrolliert derzeit etwas mehr als 60 Prozent der Aktien des italienischen Unternehmens, das an der Börse derzeit knapp 24 Milliarden Euro wert ist. Essilors Börsenwert ist in den vergangenen Monaten vor allem wegen einiger Probleme in den USA um fast ein Fünftel auf 22 Milliarden Euro gefallen.

Der weltweite Umsatz in der Brillenbranche wird auf jährlich rund 90 Milliarden Euro geschätzt - und er wächst. Allein der demografische Wandel in Asien mit einer alternden Bevölkerung wird die Nachfrage nach Brillen in den kommenden Jahren nach Schätzung von Experten rasant steigen lassen.

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