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Bundesstaat Kalifornien erlebt schlimmste Dürre der letzten 1200 Jahre

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Baku, 11. Dezember, AZERTAG

In Kalifornien regnet es sintflutartig: Straßen stehen unter Wasser, Schlammlawinen drohen. Doch selbst das kann die Dürre kaum lindern. Neue Studien lassen befürchten, dass die Gefahr für die Wasserversorgung noch größer ist als befürchtet.

Kalifornien atmet auf, zumindest ein wenig. Monatelang hat der US-Bundesstaat, der seit Jahren unter einer Rekord-Dürre leidet, auf Regen gewartet. Jetzt ist er endlich da. Anfang Dezember schüttete es so heftig, dass es örtlich zu Überschwemmungen kam, und für die nächsten Tage sagen die Wetterberichte ähnliches voraus. Die Behörden warnen vor Hochwasser, starkem Wellengang, schweren Regenfällen und Schlammlawinen an Hügeln, die zuvor von Waldbränden heimgesucht wurden.

Allein: Die Dürre ist so extrem, dass auch Kurzzeit-Sintfluten kaum Linderung bringen. „Um auch nur eine kleine Wirkung zu haben, bräuchten wir viele Unwetter dieser Art - und das mindestens mehrere Monate lang“, sagte Mark Johnson vom National Weather Service der USA. Normalerweise würden derartige Regenmengen die Flüsse und am Ende auch die Trinkwasserreservoire anschwellen lassen. „Aber der Boden ist so trocken, dass er die Feuchtigkeit einfach schluckt“, meint Anthona Artusa von der US-Wetterbehörde NOAA.

Neue Studien haben in den vergangenen Tagen das ganze Ausmaß der Dürrebedrohung verdeutlicht. Daniel Griffin vom renommierten US-Meeresforschungsinstitut Woods Hole und Kevin Anchukaitis von der University of Minnesota haben die aktuelle Dürre in Kalifornien mit denen früherer Zeiten verglichen. Ihr Ergebnis: Die Jahre 2012 bis 2014 waren die trockensten seit 1200 Jahren.

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