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Bunte Niere

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Baku, 29. Juni, AZERTAC

Ein 38-Jähriger hat eine schwere Nierenbeckenentzündung. Seine Ärzte vermuten eine bakterielle Infektion, aber Antibiotika helfen nicht. Erst eine Gewebeprobe zeigt, dass der Mann in Lebensgefahr schwebt.

Als der Mann fiebernd mit Durchfall und Schmerzen in der rechten Flanke in die Klinik im indischen Chandigarh kommt, steht für die Ärzte schnell fest, dass der 38-Jährige eine schwere Infektion hat. Die Zahl seiner weißen Blutkörperchen und Blutplättchen ist stark erhöht, ebenso die Konzentration bestimmter Entzündungsproteine.

Bei der Untersuchung reagiert der Kranke auf Berührungen rechts unterhalb des Rippenbogens mit Abwehrspannung. Zwar liegen die Blutzucker, Leber- und Nierenwerte im Normalbereich, aber sein Urin ist voller Eiter. Im Ultraschall sehen die Ärzte, dass die rechte Niere des Patienten stark vergrößert und die normale Struktur von Nierenmark und -rinde kaum noch zu erkennen ist.

Die Mediziner gehen davon aus, dass der Mann eine akute Nierenbeckenentzündung hat. Sie nehmen ihm erneut Blut ab, um es auf verschiedene Erreger zu untersuchen. Noch bevor die Ergebnisse der Bakterienkulturen vorliegen, beginnen die Ärzte auf Verdacht eine Antibiotika-Therapie - so empfehlen es die medizinischen Richtlinien. Das Labor teilt kurze Zeit später mit, dass die Blutkulturen zwar frei von Bakterien sind. Im Urin aber sind E.coli-Bakterien gewachsen, die eine Blasen- und Nierenbeckenentzündung auslösen können und von dem gewählten Antibiotikum abgetötet werden. Für die Mediziner scheint der Fall geklärt.

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