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Charlie Whiting: Keine Sicherheitsbedenken für Baku

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Baku, 8. Juni, AZERTAC

Die neue Formel-1-Strecke in Baku ist nahezu fertig und hat eine letzte Inspektion durch FIA-Rennleiter Charlie Whiting bestanden. Nach der knapp fünfstündigen Begehung des neuen Kurses in der Hauptstadt Aserbaidschans zeigt sich Whiting begeistert: "Ich muss sagen, dass die Streckenstandards außerordentlich gut umgesetzt wurden und ich schon sehr gespannt auf das Rennen in der kommenden Woche bin." Obwohl Aserbaidschan geografisch in Asien liegt, steigt hier am 19. Juni - eine Woche nach dem Großen Preis von Kanada in Montreal am kommenden Sonntag - das Debüt-Rennen unter dem Titel "Grand Prix von Europa".

Whiting erwartet bei der Premiere übernächste Woche ein spektakuläres und schnelles Rennen auf dem sechs Kilometer langen Stadtkurs. "Es wird ein wenig wie Singapur, aber die Durchschnittsgeschwindigkeit wird hier viel höher sein", so der Rennleiter nach der Streckenabnahme. "Die Passage von Kurve 12 bis 15 wird sehr schnell sein und die Anfahrt auf Kurve 15 wird spektakulär." Der FIA-Verantwortliche benennt auch bereits die beiden DRS-Zonen, die sich in den Zufahrten zur ersten und dritten Kurve befinden werden. Auf dem neuen Stadtkurs werden Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 340 Kilometer pro Stunde erwartet.

Nach der erneuten Begehung gibt es laut dem Briten keinerlei Sicherheitsbedenken mehr. "Wir haben uns jeden Teil der Strecke in Bezug auf die Sicherheit im Detail angeschaut und viel darüber gesprochen. Alle Maßnahmen, die wir gefordert hatten, sind in die Tat umgesetzt worden." Vorbehalte gab es laut Whiting vor allem in Kurve 8. "Wenn es dort am Kurvenausgang einen Unfall gibt, dann wird die Bergung etwas schwierig sein - aber das ist zum Beispiel in Singapur in Kurve 18, wo es unter der Tribüne durchgeht, genauso", gibt der FIA-Mann Entwarnung. Der Bereich zwischen den Kurven 8 und 11 auf dem Baku City Circuit ist kurvig und nur 7,6 Meter breit.

Nachdem er sich erneut ein genaues Bild vor Ort gemacht hat, spart Whiting nicht mit Lob für die Macher des allerersten Formel-1-Rennens in Aserbaidschan. "Ich bin wirklich überrascht, wie viele Bereiche der Strecke schon fertig sind. Die enorm viele Arbeit, die seit meinem letzten Besuch erledigt wurde, stimmt mich sehr positiv." Eineinhalb Wochen vor dem Grand-Prix-Wochenende sind acht von neun Zuschauertribünen bereits vollständig aufgebaut. Auch 95 Prozent der Streckenbegrenzungen sollen laut den Verantwortlichen bereits stehen. Fertig ist außerdem der temporäre Paddock inklusive Boxengebäude, die im Regierungsviertel der Hauptstadt aufgebaut wurden.

Der erste Fahrer, der auf dem neuen Asphalt auf dem Baku City Circuit seine Runden drehte, ist das aserbaidschanische Formel-3-Talent Gulhuseyn Abdullayev. Der 19-jährige Lokalmatador absolvierte vier Umläufe und wurde von einer Vielzahl neugieriger Fans bejubelt. "Es wird eine große Herausforderung für die Fahrer werden", gibt er seine Eindrücke wieder. "Wir dürfen uns auf einige atemberaubende Momente in dem Rennen freuen. Für mich wurde eine Kindheitstraum wahr, in den Straßen meiner Heimat zu fahren", so Abdullayev.

In den kommenden Tagen bis zum Großen Preis von Europa werden nun noch die restlichen Arbeiten erledigt. Dazu werden die Straßen in Bakus historischer Altstadt vom 14. bis zum 16. Juni komplett für den Verkehr gesperrt. Am 17. Juni heißt es dann Grünes Licht für die Formel-1-Piloten bei den beiden ersten Freien Trainings. Das Rennen am Sonntag auf dem von Star-Architekt Hermann Tilke designten Stadtkurs geht über 51 Runden.

Das Onboard-Video, das eine Runde auf dem Baku City Circuit zeigt, kann unter folgendem Link auf Youtube angeschaut werden: https://www.youtube.com/watch?v=EQgAET0KczI

 

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