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China erklärt „Krieg gegen Verschmutzung“

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Baku, den 5. März (AZERTAG). Immer häufiger verpestet extremer Smog chinesische Großstädte. Chinas Regierungschef hat vor dem Nationalen Volkskongress in Peking drastische Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung versprochen.

Chinas Regierungschef hat der Umweltverschmutzung im Land den Kampf angesagt. Mit einem „Krieg gegen Verschmutzung“ will Li Keqiang Probleme wie die gesundheitsgefährdende Luftverschmutzung oder die Verunreinigungen von Lebensmitteln lösen, wie er am Mittwoch in einer Rede vor dem Nationalen Volkskongress in Peking ankündigte.

Die Natur sende angesichts von Ineffizienz und „blinder Entwicklung“ Alarmsignale. China werde künftig mit derselben Entschlossenheit gegen Umweltverschmutzung vorgehen wie gegen die Armut im Land.

Li kündigte unter anderem an, dass in diesem Jahr rund sechs Millionen Autos von den Straßen verschwinden sollen, deren Abgasausstoß zu hoch sei. Außerdem würden 50.000 kleine kohlebefeuerte Ofenanlagen stillgelegt und größere Kohlekraftwerke saniert. Chinas Energieverbrauch solle gedeckelt werden, sagte Li. Zudem würden weitreichende Maßnahmen zum Schutz von Gewässern, Böden, Feuchtgebieten sowie Wäldern und Grünland ergriffen.

Erneut Extremwerte - Chinas Umwelt leidet unter dem rasanten Wachstum des Landes. Die Ausmaße der Verschmutzung zeigen sich etwa alljährlich im Winter, wenn Peking und andere Städte im Norden über Wochen mit dichtem Smog zu kämpfen haben. Grund sind neben dem zunehmenden Verkehr vor allem Kohlekraftwerke und Fabriken.

Die Schadstoffbelastungen erreichten diese Woche erneut Extremwerte, etwa in Peking. Schon vergangene Woche hatte verheerender Smog sechs Provinzen im Norden und Osten mit rund 400 Millionen Einwohnern heimgesucht.

Seit Samstag gelten in Peking neue Vorschriften und Quoten, mit denen die Luftverschmutzung begrenzt werden soll. Inspekteure begannen mit der Überprüfung von Emissionen der Industrie, wie Staatsmedien berichteten. Gegen 36 von 617 Betrieben wurden Geldstrafen verhängt.

Der Smog der vergangenen Woche wurde auf Satellitenbildern festgehalten.

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