WIRTSCHAFT


China gegen die Konjunkturschwäche

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Baku, 30. September, AZERTAC

Die chinesische Regierung will den Automarkt des Landes beleben - und halbiert dazu die Mehrwertsteuer auf Kleinwagen. Profitieren könnten davon auch deutsche Hersteller.

Mit staatlichen Eingriffen stemmt sich China gegen die Konjunkturschwäche. Um den stagnierenden Automarkt in Schwung zu bringen, halbiert die Regierung den Mehrwertsteuersatz auf Kleinwagen bis zu 1,6 Liter Hubraum. Vom ersten Oktober an bis Ende 2016 solle der Satz für diese Fahrzeuge fünf statt bisher zehn Prozent betragen, teilte die Regierung mit.

Mit einer ähnlichen Maßnahme hatte die Volksrepublik bereits 2009 auf die weltweite Wirtschaftskrise reagiert - mit großem Erfolg: Die Steueranreize trugen dazu bei, dass China die USA damals als größten Automarkt der Welt ablöste.

Das Kleinwagensegment macht in China mehr als zwei Drittel des Marktes aus. Gerade die heimischen Hersteller sind dort stark. Entsprechend positiv fielen die Reaktionen an der Börse aus. Die Aktienkurse der chinesischen Anbieter wie Great Wall Motor oder Geely Automobile schossen nach oben.

In der Vergangenheit haben auch deutsche Konzerne wie Volkswagen oder BMW deutlich von der Aufwärtsentwicklung des chinesischen Automarkts profitiert. In den ersten acht Monaten 2015 stagnierte der Markt allerdings. Im August gab es sogar ein Minus von drei Prozent.

Die Steuererleichterungen könnten nun wieder neuen Schwung bringen. Das hoffen auch die Investoren. Zur Börseneröffnung in Frankfurt legten auch die Kurse von Volkswagen Chart zeigen, BMW Chart zeigen und Daimler Chart zeigen kräftig zu.

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