WIRTSCHAFT


China und Venezuela vereinbaren engere Zusammenarbeit

Baku, den 23. September (AZERTAG). China und Venezuela haben neue Abkommen getroffen, die Milliarden wert sind. Beim Besuch des venezolanischen Präsidenten Maduro in Peking vereinbarten die Länder, bei der Ölversorgung, beim Straßen- und Bergbau und in der Landwirtschaft zu kooperieren. Chinesische Banken sagten Großkredite zu.

China und Venezuela vertiefen ihre Zusammenarbeit. Am Wochenende vereinbarten die Länder ein Dutzend Abkommen in Milliardenhöhe. Wie chinesische Staatsmedien am Montag vom Besuch des neuen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in Peking berichteten, geht es um Kooperationen bei der Ölversorgung, der Infrastrukturentwicklung, im Bergbau sowie in der Landwirtschaft und Bildung. Bei einem Treffen mit Maduro am Sonntag hatte ihm Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping gedankt, dass er die chinafreundliche Politik seines verstorbenen Vorgängers Hugo Chávez fortsetzen wolle.

Maduro sagte seinem chinesischen Amtskollegen, sein Besuch diene vor allem dazu, die strategische Partnerschaft der beiden Länder zu vertiefen und auszuweiten. Venezuela sei in einer wichtigen Phase des wirtschaftlichen Wandels, sagte Maduro, es sei nun an der Zeit die Wirtschaft zu diversifizieren. Dieses Ziel könne durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit China verwirklicht werden.

Chinas Entwicklungsbank räumte dem ölreichen Venezuela einen Kreditrahmen von fünf Milliarden US-Dollar ein, wie die „China Daily“ berichtete. Der Ölriese Petroleo de Venezuela SA schloss eine Vereinbarung mit der China Petrochemical Corporation (Sinopec) über Schweröl-Vorhaben im Orinoco-Gürtel in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar. Ferner gibt die chinesische Export-Import-Bank Venezuelas Petrochemie-Konzern Pequiven einen Kredit über 390 Millionen US-Dollar für den Bau eines Hafens.

Venezuela sicherte sich auch finanzielle Unterstützung durch chinesische Banken bei Bergbauprojekten, wie die „China Daily“ weiter berichtete. Mit der chinesischen Citic Gruppe gab es zudem eine Vereinbarung über Goldgrubenprojekte in den Las Cristinas-Lagerstätten des lateinamerikanischen Landes.

In Venezuela wächst allerdings der Widerstand gegen die wachsende Präsenz chinesischer Firmen im Land. Die Ureinwohner des Landes wehren sich vor allem gegen den Plan, Venezuelas gesamte Bodenschätze von chinesischen Geologen kartieren zu lassen - die Indigenen befürchten eine rücksichtslose Ausbeutung der Rohstoffe, ohne dass sie davon profitieren.

 

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