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China will von Einflussnahme auf Entscheidung Thailands nichts wissen

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Baku, 5. Oktober, AZERTAC

China gibt sich natürlich ahnungslos. Thailand hat Joshua Wong, einem Peking-kritischen Studentenanführer aus Hongkong, die Einreise verweigert.

Zwölf Stunden musste Joshua Wong auf dem Suvarnabhumi Airport in Bangkok warten, dann musste er wieder ins Flugzeug. Thailand hat dem Studentenanführer aus Hongkong die Einreise verweigert. Wong sei mit einer Maschine von Hongkong Airlines wieder auf dem Rückflug, teilten die Behörden mit.

Wong, 19, war vor zwei Jahren als einer der Aktivisten der "Regenschirm-Proteste" in der chinesischen Sonderverwaltungszone bekannt geworden. Damals hatten Peking-kritische Demonstranten mehrere Wochen Straßen der Metropole besetzt gehalten und mehr demokratische Mitspracherechte gefordert. Bei der Parlamentswahl in Hongkong im vergangenen Monat konnte die von ihm gegründete Partei Demosisto einen Sitz gewinnen.

Wong sollte bei einer Veranstaltung einer Universität in Bangkok einen Vortrag halten. Doch soweit kam es nicht. Thailands Außenministerium gab keine eindeutigen Gründe für die Einreiseverweigerung an. Es spielten mehrere Faktoren bei den Vorschriften und im Einwanderungsgesetz eine Rolle, hieß es lediglich.

China will von einer Einflussnahme auf die Entscheidung Thailands nichts wissen. Man habe davon Kenntnis genommen, hieß es lediglich aus Peking.

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