WIRTSCHAFT


China wird in den kommenden zehn Jahren zu einer der führenden Weinbaunationen

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Baku, den 4. November (AZERTAG). Wein aus China genießt keinen besonders guten Ruf. Dabei könnte die Volksrepublik schon in wenigen Jahren zu einer der führenden Anbaunationen werden. In der Provinz Shandong betreibt die legendäre Familie Rothschild eine Kopie ihres berühmten Weinguts Château Lafite.

Für deutsche Weinliebhaber klingen die chinesischen Trinkgewohnheiten fürchterlich. Teurer Rotwein wird in der Volksrepublik gern mit Cola gemischt, mit Eiswürfeln versetzt oder aus Schnapsgläsern getrunken. Im Durchschnitt trinken die Chinesen pro Kopf gerade mal eine Flasche im Jahr. Doch in der wachsenden Mittelschicht Chinas hat in den vergangenen Jahren die Nachfrage nach teuren Qualitätsweinen massiv zugenommen. Chinesische Investoren begnügen sich nicht mehr damit, Weingüter in den renommierten Regionen Frankreichs zu kaufen. Sie produzieren längst nicht mehr nur Massenware namens „Great Wall“ oder „Dynasty“. Mittlerweile kommen von chinesischen Winzern erstklassige Weine, die international Preise abräumen. Experten rechnen damit, dass China in den kommenden zehn Jahren zu einer der führenden Weinbaunationen wird.

Davon will auch das französische Weinimperium der Familie Barons de Rothschild profitieren. Neben Alltagsweinen verkauft das Unternehmen mit dem Château Lafite einen der teuersten Rotweine der Welt. Eine Flasche des Jahrgangs 2010 etwa ist kaum für unter 1000 Euro zu haben. In einem Joint Venture mit chinesischen Investoren hat Rothschild ein Weingut in Penglai gebaut, in der ostchinesischen Provinz Shandong. Der Wein soll zunächst nur in China verkauft werden.

 

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