WIRTSCHAFT


Chinas Börsenkurse sind weiter gefallen

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Baku, 11. Januar, AZERTAC 

Nach den hohen Kursverlusten in der vergangenen Woche sind die Kurse an den chinesischen Aktienmärkten weiter gefallen. In Shanghai schloss der Leitindex 5,33 Prozent im Minus, die Börse in Shenzhen verlor 6,60 Prozent.

Anleger an den beiden wichtigsten Börsenplätzen in China haben am Montag erneut deutliche Verluste erlitten und schlossen zum Teil auf dem tiefsten Stand seit September. Der Shanghai Composite Index sackte um 5,33 Prozent ab, während der Shenzhen Component Index sogar 6,12 Prozent verlor. Der ChiNext Index für Technologiewerte, der dem amerikanischen Nasdaq ähnelt, lag mit 6,34 Prozent im Minus.

Trotz massiver staatlicher Interventionen dauert der schwere Kursrückgang in China seit vergangener Woche an - der Shanghai Composite Index hatte insgesamt fast zehn Prozent verloren, beim Shenzhen Composite Index waren es sogar mehr als 14 Prozent.

Um die Anleger zu beruhigen, hatte die Börsenaufsicht zum Ende der Woche einen neuen Schutzmechanismus wieder abgeschafft, der zu einer Abwärtsspirale geführt hatte. Danach wurde der Handel bei einem Rückgang um mehr als fünf Prozent für 15 Minuten ausgesetzt und bei mehr als sieben Prozent abgebrochen, was aber zu Panik geführt hatte.

Am Freitag hatten sich daraufhin die Börsen etwas erholt, doch die Sorge um die chinesische Wirtschaft wuchs am Samstag erneut, als die Regierung die Inflationsrate für Dezember bekannt gab. Demnach legten die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent zu - das Inflationsziel der Regierung liegt aber "um drei Prozent".

Von den Börsenturbulenzen der vergangenen Woche waren auch die europäischen Handelsplätze in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor im Wochenverlauf 8,3 Prozent. Hintergrund der Entwicklung sind Sorgen um eine Abkühlung der chinesischen Konjunktur. Am 19. Januar werden die offiziellen Wachstumszahlen für das Jahr 2015 veröffentlicht.

Zur Unruhe an den Börsen trugen Irritationen über Chinas Umgang mit der Konjunkturabkühlung bei. Die zweitgrößte Volkswirtschaft nach den USA wertete am Montag ihre Währung Yuan erneut etwas auf. Nach zunächst acht Abwertungen war es die zweite Aufwertung in Folge. Am Markt sorgte dies für Verwirrung über den Kurs der chinesischen Geldpolitik.

Neben den Kursverlusten an den chinesischen Börsen fiel der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans um fast zwei Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende 2011. Die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertags geschlossen. Dies sorgte für noch mehr Volatilität.

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