WIRTSCHAFT


Chinas Eisenbahnprojekt für Afrika

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Baku, 17. Mai, AZERTAC

In Afrika nimmt ein gewaltiges Bauprojekt Form an: eine Eisenbahnstrecke für 13,8 Milliarden Dollar - gebaut und finanziert von chinesischen Konzernen.

Es ist das wohl ambitionierteste Bauprojekt seit Kenias Unabhängigkeit im Jahr 1963. Eine Eisenbahnstrecke soll bald den kompletten Süden des Landes durchqueren und sich von dort weiter nach Uganda, Ruanda, Burundi erstrecken; eine zweite Strecke soll von Uganda bis in den Südsudan führen.

Jetzt ist der erste Streckenabschnitt beinahe vollendet, berichtet der US-Nachrichtensender CNN - eine wichtige Nachricht auch für China.

An dem Großprojekt haben sich chinesische Unternehmen den Hauptteil gesichert. Gebaut wird die 13,8 Milliarden Dollar teure Strecke von der staatlichen China Road and Bridge Corporation (CRBC). Die chinesische Export-Import-Bank finanziert den Bau zu 90 Prozent, den Rest trägt Kenia.

Die neue Bahnroute soll die Reise allein auf dem bis 2017 geplanten Streckenteil zwischen Kenias Großstädten Mombasa und Nairobi von heute zwölf auf vier Stunden verkürzen. Dieser erste Abschnitt, der ursprünglich nur bis Nairobi reichen sollte aber bis Naivasha ausgedehnt wird, soll nun laut CNN zu 75 Prozent fertig gestellt sein. Züge können auf der neuen Strecke mit 120 Stundenkilometern fahren und so Kenias überfülltes Transportnetz entlasten.

Das Eisenbahnprojekt ist das teuerste einer ganzen Bauserie in Afrika. Mehr als 131 Milliarden Dollar wurden bereits 2015 in das Verkehrsnetz investiert, hat die Unternehmensberatung Deloitte hochgerechnet. Insgesamt 200 Millarden Dollar sollen bis 2025 in den Ausbau des Straßennetzes des Kontinents fließen, weitere sieben Milliarden Dollar in Flughäfen. Chinesische Unternehmen haben sich bereits bei mehreren Großprojekten Aufträge gesichert.

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