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Chinesische Behörden haben mehrere Personen festgenommen

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Baku, 31. August, AZERTAC

Ein Finanzjournalist soll mit seinen Berichten über Aktien und Termingeschäfte den jüngsten Kurssturz an den chinesischen Börsen verursacht haben - davon ist jedenfalls das Regime in Peking überzeugt.

Die chinesischen Behörden haben mehrere Personen festgenommen, die für die jüngsten Turbulenzen an den Börsen in Shanghai und Shenzhen verantwortlich sein sollen.

Ein Journalist der Zeitschrift „Caijing“ habe gestanden, dass die von ihm verbreiteten „falschen Informationen“ zu „Panik und Unruhe“ an den Aktienmärkten geführt und das Vertrauen der Anleger „ernsthaft untergraben“ hätten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Damit habe er beim Staat und Investoren große Verluste verursacht. Der Journalist war nach dem jüngsten Börsencrash wegen Verbreitens falscher Informationen festgenommen worden.

Außerdem nahm die Polizei einen Beamten der Wertpapieraufsichtsbehörde sowie vier Manager des größten Wertpapierhändlers Chinas fest. Auch sie sollen ihre Vergehen eingeräumt haben.

Zudem hätten 197 Verdächtige Strafen wegen des Verbreitens von Gerüchten über die chinesische Börse sowie über die verheerende Explosionskatastrophe in Tianjin erhalten. Zur Art der Strafen machte die Nachrichtenagentur keine Angaben.

Die chinesische Wirtschaft wächst derzeit so langsam wie seit 1990 nicht mehr. In den ersten zwei Quartalen legte sie nur um 7,0 Prozent zu. Seit Mitte Juni fallen die chinesischen Börsen trotz einer Reihe von staatlichen Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft. Die überraschende Abwertung des Yuan am 11. August befeuerte die Sorge, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt schwächer ist als gedacht.

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