GESELLSCHAFT


Cholera-Opfer aus Haiti wollen Uno verklagen

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Baku, den 10. Oktober (AZERTAG). Haben Uno-Soldaten die schwere Cholera-Epidemie auf Haiti im Jahr 2010 ausgelöst? Ja, sagen die Opfer und ihre Angehörigen. Nun wollen sie die internationale Organisation verklagen.

Die Uno muss sich voraussichtlich bald wegen der Cholera-Epidemie auf Haiti vor Gericht verantworten. Rechtsanwälte von Opfern der Krankheit kündigten am Mittwoch an, die internationale Organisation vor einem New Yorker Gericht auf Entschädigung zu verklagen. Bei den Klägern handele es sich um Haitianer, die selbst erkrankt seien und Angehörige von Erkrankten, teilte das Institut für Recht und Demokratie auf Haiti mit.

Nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti im Jahr 2010 hatte sich die Infektionskrankheit Cholera rasend schnell ausgebreitet. Mehr als 650.000 Menschen hatten sich an dem Bakterium infiziert, mehr als 8300 waren an der Krankheit gestorben. Uno-Blauhelmsoldaten aus Asien sollen das potentiell tödliche Bakterium kurz nach der Katastrophe eingeschleppt haben.

Wie viel Geld die Opfer nun fordern wollen, wurde nicht bekannt. Die Uno hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, keine Millionengelder zahlen zu wollen.

Weltweit erkranken jährlich drei bis fünf Millionen Menschen an Cholera, die zum Tod führen kann. Die Krankheit wird von dem Bakterium Vibrio cholerae verursacht, das den Dünndarm befällt. Symptome sind starker Durchfall und die Austrocknung des Körpers.

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