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Computersimulation lässt vermuten, dass sich „Malaysia-Airlines-Flug MH370“ regelrecht ins Wasser schraubte

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Baku, 10. Oktober (AZERTAG). Forscher wollen die Ursache gefunden haben, warum es keine Spur von MH370 gibt. Eine Computersimulation lässt vermuten, dass sich die Maschine regelrecht ins Wasser schraubte – und sank.

Seit dem 8. März 2014 fehlt von dem Malaysia-Airlines-Flug MH370 jede Spur. Ein Expertenteam will nun eine Erklärung gefunden haben, warum die Suche nach der Maschine bisher erfolglos geblieben ist. Im Auftrag des Australischen Amts für Flugsicherheit untersuchten sie die letzten bekannten Satellitendaten der Boeing 777 mit mehr als 239 Menschen an Bord.

Das Ergebnis: Ihrer Meinung nach soll sich das Flugzeug beim Absturz vermutlich sehr tief ins Wasser gedreht haben. Wie die Sendung „USA Today“ berichtet, führte eine Computersimulation auf Basis der letzten 17 Minuten, bevor das Flugzeug vom Radar verschwand, zu der Theorie.

Wahrscheinlich sei, so die Forscher, dass Flug MH370 über dem Indischen Ozean der Treibstoff ausgegangen sei. Nachdem das Kerosin aufgebraucht war, fiel laut Simulation zuerst das rechte, dann das linke Triebwerk aus. Kurz darauf schlug MH370 in einem besonders geringen Winkel auf der Wasseroberfläche auf.

Die Forscher interpretieren die Daten so, dass sich die Maschine durch den Winkel wie eine Spirale "ins Wasser geschraubt" und deshalb sehr schnell sehr tief gesunken sei. Das sei auch der Grund dafür, warum bisher keine Trümmer gefunden worden seien.

„Die Indizien der Simulation sprechen dafür, dass an der richtigen Stelle gesucht wird“, schlussfolgern die Forscher obendrein. Nur liegen die Trümmer wahrscheinlich zu tief.

Aktuell suchen Unterwasserdrohnen 1500 Kilometer südlicher als zuvor nach dem Wrack. Dabei kommt auch das Schiff „GO Phoenix“ zum Einsatz. Es ist mit einem ausgefeilten Echolotsystem ausgerüstet, das in eine Tiefe von 6000 Metern vordringen kann, der Meeresboden kann an dieser Stelle eine Tiefe bis zu 6,5 Kilometer erreichen. Bisherige Sonden waren stets dort gescheitert.

Australien hatte die Suche übernommen, nachdem Kritik am unkoordinierten Krisenmanagement der malaysischen Behörden laut geworden war. Zwei Drittel der Insassen der Maschine stammen aus China, sechs kamen aus Australien. Die Angehörigen hatten immer wieder Malaysia Airlines vorgeworfen, wichtige Informationen zurückzuhalten und Fehler vertuschen zu wollen. Nun wurde ein neuer Versuch gestartet, das Wrack zu finden.

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