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Cristiano Ronaldo bejubelt seine vierte Kür zum FIFA-Weltfußballer

Zurich, 10. Januar, AZERTAC

Überraschung!? Cristiano Ronaldo ist zum vierten Mal als FIFA-Weltfußballer des Jahres ausgezeichnet worden! Der Portugiese in Diensten von Real Madrid setzte sich am Montagabend bei der Gala des Weltverbands in Zürich gegen seinen argentinischen Dauerrivalen Lionel Messi und Antoine Griezmann aus Frankreich durch. Gewählt wurde der Weltfußballer von den Teamchefs, Nationalteam-Kapitänen, ausgewählten Journalisten und erstmals auch in einer Online-Umfrage unter Fans.

Cristiano Ronaldo hielt seine Tränen nur mit größter Mühe zurück. Völlig überwältigt bejubelte Portugals Superstar nach einem herausragenden Jahr seine vierte Kür zum FIFA-Weltfußballer. Eine Dreiviertelstunde nach der Ehrung für Welttrainerin Silvia Neid bekam der 31-Jährige die silberne Trophäe am Montagabend in Zürich von Weltverbands-Präsident Gianni Infantino - und hielt eine emotionale Dankesrede.

„Welche Ehre“, sagte Ronaldo mit stockender Stimme. „Ich bin sprachlos. 2016 war das beste Jahr meiner Karriere. Es gab Zweifel, schwierige Momente, aber es hat sich gezeigt, dass wir weiter gut spielen. Ich hatte keine Zweifel, dass wir viel gewinnen können.“ Die neue Trophäe gehe direkt in sein Museum in Madeira, kündigte er an.

Die Ehrung ist der letzte Beweis seiner Ausnahmestellung nach einem Jahr mit dem EM-Titelcoup sowie dem Gewinn der Champions League und Club-WM. Ronaldos größter Rivale Lionel Messi und die weiteren Profis des FC Barcelona fehlten mit Entschuldigungsschreiben ihres Clubs hingegen bei der Zeremonie in einem wenig glamourösen TV-Studio. Messi fehlten mit 26,4 Prozent der Stimmen acht Prozent zum siegreichen Ronaldo (34,5 Prozent). Frankreichs EM-Liebling Antoine Griezmann blieb auf der Bühne nur die Rolle des abgeschlagenen Dritten und Gratulanten.

Melanie Behringer hatte bei der Wahl der besten Spielerin des Planeten das Nachsehen gegen Titelverteidigerin Carli Lloyd aus den USA und wurde hinter der Brasilianerin Marta Dritte. Dafür wurde Ex-Bundestrainerin Silvia Neid, die mit Behringer in Brasilien Olympia-Gold geholt hatte, als Welttrainerin geehrt. „Das ist einer der schönsten Momente in meiner Karriere. Ich bin überwältigt, dass ich diesen Preis zum dritten Mal entgegennehmen darf“, sagte Neid: „Der erste Dank gilt natürlich meiner Mannschaft und dem Team hinter dem Team, das mir jahrelang den Rücken gestärkt hat.“

Nach dem sensationellen Titelgewinn in der englischen Premier League mit Abstiegskandidat Leicester City gewann Claudio Ranieri die Auszeichnung als Trainer des Jahres vor Zinedine Zidane (Real Madrid) und Portugals Europameister-Coach Fernando Santos. „Was für ein verrücktes Jahr“, sagte der Italiener überwältigt.

Mit dem vierten Weltfußballer-Titel hat Ronaldo seinen Coach Zidane, der die Auszeichnung während seiner aktiven Karriere dreimal gewann, bereits überholt. Erst Mitte Dezember hatte Ronaldo zudem den Ballon d‘Or der französischen Zeitung „France Football“ erhalten. Erstmals seit fünf Jahren veranstaltete die Fifa die Kür zum Weltfußballer dieses Jahr wieder ohne die Zeitschrift und kreierte einen neuen Pokal.

Bei der Wahl waren zu gleichen Teilen die Stimmen der Spielführer und Cheftrainer von Nationalteams, einer ausgewählten Gruppe von Medienvertretern sowie erstmals auch Fans ausschlaggebend.

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