WELT


Dauerregen sorgt in Teilen Deutschlands für große Behinderungen

Berlin, 27. Juli, AZERTAC

Der Dauerregen sorgt in Teilen Deutschlands für große Behinderungen: In der Harzregion gibt es mehrere Evakuierungen, Bahnstrecken und Landesstraßen sind gesperrt.

Nach starken Regenfällen kämpft die Feuerwehr in Niedersachsen und Thüringen weiter gegen drohende Überschwemmungen. "Bisher halten unsere Dämme", sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Hildesheim am Mittwochmorgen. "Wir sind hier aber nach wie vor auf alles vorbereitet - auch auf eine Evakuierung." Sollte ein bedrohtes Wohngebiet geräumt werden, wären laut Stadt 1100 Menschen betroffen.

"Die Türen einer Notunterkunft stehen offen", sagte der Sprecher in Hildesheim. Bisher hätten sich 13 Menschen von selbst in die Unterkunft begeben und würden dort mit dem Nötigsten versorgt.

Binnen 24 Stunden war in Teilen Deutschlands mehr Regen gefallen als gewöhnlich im ganzen Juli. In Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen Rettungskräfte wegen überfluteter Straßen, vollgelaufener Keller und über die Ufer getretener Bäche ausrücken.

In Hildesheim war die Feuerwehr in der Nacht mit rund 200 Kräften im Einsatz. Die Innenstadt wurde laut Polizei gesperrt. Das Hotel Kaiserworth sowie die Seniorenresidenz Theresienhof mussten evakuiert werden. Der Landkreis Goslar rief Katastrophenalarm aus.

In Altenau wurde laut Polizei ein Brücke zerstört, um den Wasserdurchlauf zu erhöhen. Ein Hotel und ein Wohnhaus seien evakuiert worden.

In Bad Harzburg ist der Bahnverkehr komplett ausgefallen. Der Bahnhof der 23.000-Einwohner-Stadt sei gesperrt und auch die Bundesstraße 4 teilweise unpassierbar, sagte eine Polizeisprecherin. "Hier ist Land unter", sagte eine Verwaltungsmitarbeiterin. Am Bahnhof des Ortes stand das Wasser nach heftigem Dauerregen mindestens 20 Zentimeter hoch. 350 Feuerwehrleute sin im Dauereinsatz. Die Polizei forderte Verstärkung an.

Im Landkreis Wolfenbüttel sind mehrere Landesstraßen nicht befahrbar.

In Hessen war laut den Einsatzkräften der Boden so aufgeweicht, dass am Morgen mehrere Bäume umfielen. Sie blockierten Straßen und beschädigten die Oberleitung einer Straßenbahn. Verletzt worden sei aber niemand.

In den von Überschwemmungen betroffenen Landkreisen Holzminden und Hameln-Pyrmont war die Lage stabil.

Dauerregen und Hochwasser brachten in Niedersachsen auch Tausende Bahn- und Buspendler in Nöte. Einige Regionalverbindungen wurden gesperrt. Im Busverkehr kam es wegen Erdrutschen und Straßensperrungen zu Ausfällen und Verspätungen. Zum Glück sei Urlaubs- und Ferienzeit und der Schulverkehr falle weg, sagte eine Sprecherin der Bahn. Dennoch seien Tausende Fahrgäste betroffen.

Vugar Seyidov, AZERTAC

Berlin

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