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Deutschland startet erfolgreich in die EURO 2016

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Baku, 13. Juni, AZERTAC

Mit einem 2:0 Arbeitssieg ist Deutschland in die Euro 2016 gestartet. Die deutsche Mannschaft spielte durchwachsen, doch die Treffer von Shkodran Mustafi in der 19. Minute und Bastian Schweinsteiger in der Nachspielzeit reichten am Ende aus. Um am Donnerstag gegen Polen zu gewinnen muss jedoch eine klare Leistungssteigerung her.

Die Favoritenrollen vor dem ersten Spiel des Weltmeisters waren natürlich klar verteilt und von Beginn an überließen die Ukrainer der deutschen Mannschaft den Ball und beschränkten sich auf Konter. Mit dieser Taktik erarbeitete sich die Mannschaft von Mychailo Fomenko auch die erste Chance. Nachdem der ansonsten starke Mustafi den Ball vertendelte, kam Konoplyanka zum Abschluss und zwang Manuel Neuer damit zu einer Glanztat. Die deutsche Mannschaft konnte den Ballbesitz nur selten in Chancen umwandeln, vor allem die vielen Flanken blieben ohne Erfolg. In der 19. Minute nutzte das Team von Joachim Löw dann die erste echte Chance und erzielte durch Skodhran Mustafi die Führung. Nach einer traumhaften Freistoßflanke setzte sich der Innenverteidiger im Kopfballduell durch und ließ Andriy Pyatov keine Chance.

Trotz der Führung hatte Deutschland offensiv Probleme und hatte in der ersten Halbzeit nur eine weitere Chance, doch Sami Khedira scheiterte nach einem feinen Pass von Kroos an Pyatov. Auf der Gegenseite häuften sich die Chancen der Osteuropäer. Nach einer Ecke in der 27. Minute wurde Manuel Neuer erneut zur Glanzparade gezwungen und wenige Minute später spielte die Ukraine nach einem Fehler von Boateng einen Angriff perfekt aus und Konoplyankas Schuss konnte von Boateng erst auf der Linie gerettet werden. Zwei Minuten später erzielten die klaren Außenseiter dann tatsächlich den Ausgleich, doch das Schiedsrichtergespann um Martin Atkinson entschied zurecht auf Abseits.

Gerade die deutsche Offensive um Thomas Müller, der gegen Ende der ersten Halbzeit einen bösen Tunnel einstecken musste, zeigte viel zu wenig und auch die Defensive präsentierte sich häufig unsortiert, daher war die Führung zu diesem Zeitpunkt eher glücklich.

In der zweiten Halbzeit konnte die Ukraine nur noch wenige Akzente in der Offensive setzen und auch die deutsche Auswahl tat sich weiterhin schwer. Sieht man von Distanzschüssen von Julian Draxler und Sami Khedira ab, plätscherte das Spiel lange vor sich hin. Vor allem die Bayern Spieler Götze und Müller blieben sehr blass, doch Joachim Löw vertraute seinen Akteuren und verzichtete sehr lange auf einen Wechsel. In der 78. Minute war es dann doch soweit und Julian Draxler, der zu den besseren Offensivspieler zählte, wurde durch den Vereinskollegen Andre Schürrle ersetzt. Der ehemalige Chelsea Profi hatte in der 82. Minute auch eine Abschlussmöglichkeit, doch wirkliche Gefahr war das nicht. In der 88. Minute hätte Özil den Sack zumachen müssen, doch Pyatov war zur Stelle. Im direkten Gegenzug sorgte ein misslungener Rückpass von Mustafi beinahe für das 1:1. Am Ende durfte der Bastian Schweinsteiger sogar noch mitspielen und vollendete einen Konter zum 2:0 und beendete damit alle Ausgleichshoffnungen des 19. der FIFA Weltrangliste. Zwar agierten die Ukrainer in der zweiten Halbzeit auch zu ungefählich, doch ein Punkt wäre alles andere als unverdient gewesen. Die Mannschaft von Joachim Löw muss sich in allen Mannschaftsteilen verbessern, gerade von der Offensive kam in der ersten Partie viel zu wenig.

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