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Die Nordsee verfärbt sich

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Baku, 13. Juli, AZERTAC

Türkis schimmert die Nordsee zwischen Großbritannien und Dänemark. Ein riesiger Algenteppich breitet sich aus. Das kann zum Problem werden.

Kalt und sturmgepeitscht ist die Nordsee, gleichwohl ein blühendes Gewässer. Besonders im Frühsommer gedeihen Myriaden Algen: Starke Sonnenstrahlung lässt die Einzeller sprießen. Derzeit bilden sie zwischen Dänemark und Großbritannien einen riesigen Teppich; er lässt das Meer türkis schimmern.

Kräftiger Wind über der Nordsee facht die Blüte an: Er mischt das Wasser, wodurch Nährstoffe aus der Tiefe an die Oberfläche gelangen. Studien zeigen, dass besonders nach starken Winterstürmen in darauffolgenden Sommern große Algenblüte in der Nordsee herrscht.

Sinken die Blüten zu Boden, können sie zum Problem werden: Bakterien, die sich über die Algen hermachen, verbrauchen Sauerstoff. Bleibt kaum Sauerstoff übrig, entstehen sogenannte Todeszonen, in denen keine Tiere leben können.

Abgestorbene Algen setzen zudem Eiweiß frei, das gelegentlich als Schaum an die Küsten spült.

Badegäste an Stränden riechen dann stinkende Schwefelsubstanzen - Gase aus den Algenteppichen.

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