WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Dinosaurier-Sterben begann schon vor Meteoriten-Einschlag

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Baku, 19. April, AZERTAC

Ein verheerender Meteoriten-Einschlag vor 66 Millionen Jahren soll das Aussterben von Tyrannosaurus Rex, Velociraptor und seinen Verwandten verursacht haben. So lautete die gängige These zum Aussterben der Riesenechsen. Und sie ist bis heute noch gültig.

Streit gibt es unter den Paläontologen jetzt darüber, ob das Artensterben schon viele Millionen Jahre vorher eingesetzt hatte. Diese These vertreten Wissenschaftler um Manabu Sakmoto von der University of Reading.

Sie analysierten die Stammesgeschichte aller Dinosauriergruppen und werteten dazu Datensätze aus, die 420 bzw. 614 systematische Gruppen von Dinousaurierern umfassten.

Nach der Auswertung sehen sich die Forscher nun in ihrer Annahme bestätigt, dass sich schon sehr früh nur noch wenige neue Dinosaurier-Arten mehr bildeten. Und immer mehr alte Echsenarten starben gleichzeitig aus. Heißt: Die Saurier konnten sich nicht an die geänderten Umweltbedingungen schnell genug anpassen. Bereits 48 bis 53 Millionen Jahre vor dem Meteoriteneinschlag soll das Artensterben begonnen haben.

Anders sieht es bei den Pflanzenfressern Hadrosaurier und Ceratosidae aus, die immer wieder neue Arten ausbildeten. Möglicherweise war es ihnen gelungen, durch die Ausbildung kräftiger Kiefer und Zähne spezielle Pflanzenarten als Nahrungsquelle zu nutzen.

Auf die Frage, was nun genau den Niedergang der Dino-Vielfalt verursacht hat, haben die Wissenschaftler keine eindeutige Antwort. Vulkanausbrüche, Klimaveränderungen oder Konkurrenz durch andere Tiergruppen sind mögliche Ursachen, wie die Wissenschaftler vermuten.

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