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Donald Trump spricht von einer möglichen militärischen Option in Venezuela

Washington, 12. August, AZERTAC 

US-Präsident Donald Trump schließt eine militärische Reaktion auf die Krise in Venezuela nicht aus. Es gebe mehrere Möglichkeiten, "darunter eine militärische Option, falls nötig", sagte Trump am Freitag in New Jersey. Konkrete Pläne für ein militärisches Eingreifen in Venezuela gibt es aber offenbar nicht. Ein Pentagon-Sprecher erklärte, zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine entsprechenden Anweisungen aus dem Weißen Haus.

Trump hatte in den vergangenen Tagen bereits im Konflikt mit Nordkorea den Ton verschärft und gedroht, die US-Waffen seien "geladen und entsichert". Seine Warnung an Venezuela blieb hingegen vage.

"Wir haben Truppen auf der ganzen Welt, an weit entfernten Orten. Venezuela ist nicht sehr weit weg, und die Menschen dort leiden und sterben", sagte Trump in seinem Golfklub in Bedminster nach Beratungen mit US-Außenminister Rex Tillerson und der nordamerikanischen Uno-Botschafterin Nikki Haley. Er nannte die Lage in Venezuela "sehr gefährlich".

In Venezuela tobt ein erbitterter Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition, mehr als 120 Menschen wurden bei Unruhen seit Anfang April getötet. Die US-Regierung hatte nach der Wahl der umstrittenen verfassunggebenden Versammlung in Venezuela Ende Juli Sanktionen gegen Staatschef Maduro verhängt und sein Vermögen in den USA eingefroren.

Maduro hatte Trump am Donnerstag bei einer Rede vor der verfassungsgebenden Versammlung ein Gesprächsangebot unterbreitet. Zugleich warnte er die USA: Auf mögliche Aggressionen werde Venezuela "mit den Waffen in der Hand" reagieren. Maduro wirft den USA regelmäßig vor, seine Regierung stürzen zu wollen; er bekräftigte auch seinen Vorwurf, dass Washington hinter dem Angriff auf einen venezolanischen Armeestützpunkt am vergangenen Sonntag stecke.

Die auf Geheiß von Maduro gewählte verfassungsgebende Versammlung steht über dem Parlament. Mehrere Staaten der Region verweigern ihr die Anerkennung. Am Freitag wies Peru aus Protest gegen die Regierung in Caracas den venezolanischen Botschafter Diego Molero aus. Der Diplomat müsse das Land binnen fünf Tagen verlassen, teilte das Außenministerium in Lima mit. Hintergrund sei "der Bruch der demokratischen Ordnung" in Venezuela.

Yusif Babanli, AZERTAC

Washington

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