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Dutzend Leichen auf Flüchtlingsbooten entdeckt

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Baku, 22. Juli, AZERTAC

Die italienische Küstenwache hat auf dem Meerweg zwischen Nordafrika und Sizilien über ein Dutzend Leichen geborgen. Die Menschen waren offenbar auf dem Weg nach Italien. Mehr als 1000 konnten gerettet werden.

Rettungskräfte haben auf mehreren Flüchtlingsbooten im Mittelmeer insgesamt 17 Leichen entdeckt. Bei dem Einsatz in der Straße von Sizilien seien 1128 Bootsinsassen gerettet worden, teilte die italienische Küstenwache mit.

Die Flüchtlinge hatten sich demnach mit fünf Schlauchbooten und drei anderen Booten auf den Weg nach Italien gemacht. An dem Rettungseinsatz beteiligten sich auch britische und irische Schiffe sowie die Helfer der deutschen Organisation Sea Watch.

Bereits am Mittwoch waren 22 tote Flüchtlinge von einem Schlauchboot vor der italienischen Küste geborgen worden. Am Dienstag wurden mehr als 3200 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Mit den jüngsten Rettungsaktionen erreichten nach Uno-Angaben in diesem Jahr bislang mehr als 80.000 Flüchtlinge Italien. Die meisten kommen aus Afrika. Das Uno-Flüchtlingshilfswerk schätzt die Zahl der Flüchtlinge, die seit 2014 beim Versuch der Mittelmeer-Überquerung ums Leben kamen, auf mehr als 10.000.

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