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Dutzende Tote bei Anschlag in Chinas Unruheregion

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Baku, den 23. Mai (AZERTAG). Bei einem Attentat in der westchinesischen Provinz Xinjiang sind mehr als 30 Personen getötet worden. Geländewagen fuhren in eine Menschenmenge, Angreifer zündeten Sprengsätze. Die Regierung verurteilte den „ernsten, gewaltsamen Terrorakt“.Bei einem Anschlag in der westchinesischen Unruheprovinz Xinjiang sind am Donnerstagmorgen nach jüngsten Angaben 31 Personen getötet und viele weitere verletzt worden, berichten staatliche Medien. Die genaue Zahl der Opfer ist laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua noch nicht bekannt. Zwei Geländewagen seien in eine Menschenmenge auf einem morgendlichen Markt nahe des Volksparks der Provinzhauptstadt Urumtschi gefahren. Dabei seien Sprengsätze aus den Wagen geworfen worden. Eines der Fahrzeuge sei auf dem Markt explodiert.

Bilder auf chinesischen Internetseiten, die von dem Zwischenfall stammen sollen, zeigten Menschen, die zum Teil blutend auf dem Boden lagen. Gemüsestände waren offenbar von der Wucht der Explosion umgeworfen worden. Auch ein Feuer war zu sehen. Die Hintergründe des Anschlags waren zunächst unklar.

Die Provinz Xinjiang ist die Heimat der muslimischen Minderheit der Uiguren. Diese sehen sich kulturell, sozial und wirtschaftlich benachteiligt und durch die systematische Ansiedlung von ethnischen Han-Chinesen zunehmend an den Rand gedrängt. In der Region gibt es immer wieder gewaltsame Zwischenfälle und Anschläge.

Im März waren bei einem Angriff im Bahnhof von Kunming im Südwesten Chinas mindestens 29 Personen getötet und mehr als 130 weitere verletzt worden, als mit Messern bewaffnete Männer in die Halle gestürmt waren und Passanten niedergestochen hatten. Die chinesische Regierung machte Aufständische aus Xinjiang verantwortlich. Im April wurden bei einer Explosion auf einem Bahnhof in Urumtschi zwei Attentäter und ein Zivilist getötet sowie 79 weitere Personen verletzt.

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