GESELLSCHAFT


EU rechnet mit einer Verdreifachung der Plastikproduktion

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Baku, den 15. Januar (AZERTAG). Die EU rechnet mit einer Verdreifachung der Plastikproduktion und bereitet sich auf gesetzliche Regelungen vor. Gefährliche Kunststoffe sollen ganz verboten werden.

Das EU-Parlament will die Plastik- und Kunststoffabfälle in der EU stark verringern. Besonders gefährliche und gesundheitsschädliche Kunststoffe, die zum Beispiel Schwermetalle enthalten, sollten schrittweise vom Markt genommen oder noch vor 2020 komplett verboten werden, hieß es in einer vom Parlament verabschiedeten Entschließung.

Zudem will die EU die Entwicklung eines Marktes für wiederverwendbare und recycelte Materialien fördern. Für die Sammlung und Sortierung von Kunststoffen sollen demnach neue Rechtsvorschriften und klare Ziele festgelegt werden. Für die Recyclingfähigkeit von Kunststoffen sollen verbindliche Kriterien geschaffen werden.

In Europa wird derzeit nur ein Viertel des Plastikabfalls wiederverwertet. Das Parlament zeigte sich überzeugt, dass bereits eine konsequente Umsetzung der bestehenden EU-Gesetze bei Recycling- und Abfallfirmen zu einer Umsatzsteigerung von 42 Milliarden Euro führen würde. Dadurch könnten in den nächsten Jahren mehr als 400.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Im Jahr 2010 wurden etwa 95,5 Milliarden Plastiktüten in der EU ausgegeben. In der Branche sind 1,5 Millionen Arbeitnehmer in Europa beschäftigt. Die weltweite Produktion von Plastik könnte sich nach Angaben der EU-Kommission bis 2050 verdreifachen.

Bei der jetzt verabschiedeten Entschließung handelt es sich um eine Stellungnahme zum Grünbuch der EU-Kommission, nicht um einen rechtlich verbindlichen Text. Ein Gesetzesentwurf zum Thema Plastikmüll ist in Arbeit.

 

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