GESELLSCHAFT


Ebola-Ausbruchs in Westafrika wird laut WHO offenbar „deutlich unterschätzt“

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Baku, den 19. August (AZERTAG). Das Ausmaß des Ebola-Ausbruchs in Westafrika wird laut der Weltgesundheitsorganisation offenbar „deutlich unterschätzt“. Sie sieht Hinweise, dass die Zahl der Toten weit über der offiziellen Angabe von 1069 liegt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht Anzeichen dafür, dass das Ausmaß der Ebola-Epidemie in Westafrika „deutlich unterschätzt“ wird. Mitarbeiter vor Ort hätten Hinweise darauf, dass die Zahl der tatsächlichen Opfer weit über den offiziellen Angaben liege, teilte die WHO am Donnerstag in Genf mit.

Laut bisherigen Meldungen starben 1069 Menschen an Ebola, die meisten davon in Sierra Leone, Liberia und Guinea. 1975 weitere haben sich demnach infiziert. Nigeria meldete am Donnerstag einen vierten Ebola-Toten.

Die WHO rechnet damit, dass sich die Epidemie in den kommenden Wochen weiter ausbreitet. Die Ebola-Seuche war vor einer Woche zum internationalen Gesundheitsnotfall erklärt worden. WHO-Chefin Margaret Chan traf sich am Donnerstag mit mehreren UN-Botschaftern, um über ein Nothilfeprogramm für die betroffenen Länder zu beraten.

Von Ebola war erstmals im März aus Guinea berichtet worden, erste Erkrankungen gab es in der Region aber wohl schon im Dezember. Das Virus hatte sich schnell nach Liberia und Sierra Leone ausgebreitet. Es handelt sich um die erste Ebola-Epidemie in Westafrika und den schlimmsten Ausbruch der Krankheit, der bisher registriert wurde.

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