WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Edward Teller: „Es war notwendig und richtig, die Atombombe zu bauen, jedoch war es unnötig und falsch, Hiroshima ohne spezifische Warnung zu bombardieren“

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Baku, 14. Juli, AZERTAC

Unverdrossen und entschieden trat er für Nuklearwaffen ein, denunzierte seine Freunde und diente als Vorbild für Kubricks Dr. Seltsam: Edward Teller war einer der berühmtesten und berüchtigsten Wissenschaftler.

Der jüdischstämmige Edward Teller floh 1933 aus Deutschland in die USA. In den USA arbeitet er mit Einstein und Oppenheimer an der Atombombe.Bis zu seinem Tod galt er als Verfechter nuklear Sprengköpfe und Atomwaffen.

Als „Vater der Wasserstoffbombe“ ging Edward Teller in die Geschichte ein. Im Volksmund heißt es: Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander. Im Fall von Edward Teller stimmte das.

Während sich viele seiner Kollegen im „Manhattan-Projekt“ gegen den Abwurf einer zweiten Atombombe aussprachen, befürwortete Teller dies. Der Physiker arbeitete unter Robert J. Oppenheim an diesem Projekt und entwickelte die Atombombe mit. Später bezeichnete Teller seinen ehemaligen Vorgesetzten als Sicherheitsrisiko. Daraufhin wurde er von vielen Wissenschaftlern gemieden und galt als unkollegialer und skrupelloser Karrierist.

Edward Teller kam am 15. Januar 1908 in Budapest als Sohn eines Ungarn und einer Deutschen zur Welt. Erst spät begann er zu sprechen, zeigte jedoch schon früh mathematisches Talent. Nach seinem Abschluss am Minta-Gymnasium begann Edward Teller sein Studium in Deutschland und promovierte 1930 unter Werner Heisenberg.

Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler emigrierte der jüdisch stämmige Teller über England und Dänemark in die USA. Die amerikanische Staatsbürgerschaft bekam er im Jahr 1941. Zu dieser Zeit widmete er sich leidenschaftlich der Kernphysik.

In Los Alamos, New Mexico, schlossen sich Mitte der vierziger Jahre verschiedene Wissenschaftler im „Manhatten-Project“ zusammen. Unter der Leitung von Robert J. Oppenheimer arbeitete auch Edward Teller an der Atombombe mit.

In verschiedenen Sitzungen sprach Teller offen über die Möglichkeit einer fusionsbasierten Bombe, welche er die „Superbombe“ (später Wasserstoffbombe) nannte. Er wirkte als entscheidende Triebkraft beim Bau der Atombombe und hatte den Ruf moralische Bedenken auszuklammern. Das brachte ihm häufig Zwist mit seinen Kollegen ein.

Im Unterschied zu ihnen brachte Teller dem Atombombenabwurf über Hiroshima und Nagasaki kaum Widerstand entgegen. Später schrieb er in seinem Buch „Das Vermächtnis von Hiroshima“: „Es war notwendig und richtig, die Atombombe zu bauen, jedoch war es unnötig und falsch, Hiroshima ohne spezifische Warnung zu bombardieren.“

Nachdem im Jahr 1949 auch die Sowjetunion ihre erste Atombombe zündete, sah der Physiker seine Stunde gekommen und forcierte seine Pläne zur Entwicklung der Wasserstoffbombe (H-Bombe).

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